″Die Sternsinger″ feiern 175. Geburtstag | Aktuell Deutschland | DW

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Mit einem Gottesdienst in Mainz ist das Kindermissionswerk “Die Sternsinger” in sein Jubiläumsjahr zum 175-jährigen Bestehen gestartet. In einer Predigt in der Kirche Rabanus Maurus erinnerte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, an die Gründerin des Hilfswerks, Auguste von Sartorius (1830-1895).

Am Anfang ging es um Kinder in China

Die damals 15 Jahre alte Arzttochter rief am 2. Februar 1846 den “Verein der heiligen Kindheit” ins Leben, nachdem sie von der Not der Kinder in China erfahren hatte. 1922 erhob Papst Pius XI. den Verein zum “Päpstlichen Missionswerk der Kinder in Deutschland”, seit 1998 trägt die Organisation den Namen “Kindermissionswerk ‘Die Sternsinger'”.

Hunderttausende Sternsinger würden bis heute Augustes Idee “Kinder helfen Kindern” weiter tragen, sagte Bingener in seiner Predigt. “Diese Kinder, die sich für ihre Altersgenossen engagieren, so wie Auguste vor 175 Jahren, setzen sich dafür ein, dass die Lebensbedingungen auf der Welt so sind, dass jedes Kind seine Potenziale und Talente entfalten und seine Lebensträume verwirklichen kann.”

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio Aachen

Pfarrer Dirk Bingener ist Präsident der Sternsinger, das katholische Missionswerk missio leitet er auch

Die Sternsinger sind Mädchen und Jungen, die alljährlich um den Jahreswechsel als “Heilige Drei Könige” verkleidet den traditionellen Segen “C+M+B” an die Häuser schreiben. Die drei Buchstaben stehen lateinisch für: “Christus Mansionem Benedicat”, zu deutsch also: Christus segne dieses Haus. Dabei sammeln die Kinder Spenden für notleidende Altersgenossen weltweit. Mit dem Geld unterstützen “Die Sternsinger” nach eigenen Angaben jährlich mehr als 1600 Projekte für Kinder in Not in 108 Ländern. Dafür standen 2019 insgesamt rund 79 Millionen Euro zur Verfügung.

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“Segen-Drive-Ins” wegen Corona

An der jährlichen Aktion Dreikönigssingen, das vom Kindermissionswerk gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend getragen wird, beteiligen sich normalerweise 300.000 Kinder. In diesem Jahr können die Sternsinger wegen der Corona-Pandemie nicht von Haus zu Haus ziehen. Stattdessen gibt es etwa “Segen-Drive-Ins”, Segensbriefe liegen in Kirchen aus oder werden zugeschickt. Spenden sollen kontaktlos per Überweisung getätigt werden.

Auch an dem Gottesdienst in Mainz konnten wegen der strengen Hygieneauflagen nur einige wenige Sternsinger persönlich teilnehmen. Dafür waren in den Kirchenbänken aber zahlreiche Sterne zu sehen, die Sternsingergruppen in ganz Deutschland gebastelt hatten. Mädchen und Jungen aus allen deutschen Diözesen beteiligten sich außerdem mit selbst gedrehten Handy-Videos an einem virtuellen Chor. Gesungen wurde das neue Sternsingerlied “Wollt ihr mit uns die Welt verändern?”

haz/wa (epd, kna)




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