″Ein gutes Jahr, wenn wir für andere sorgen″ | Aktuell Europa | DW

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Der Papst hat an Neujahr dazu aufgerufen, Zeit für Einsame und Leidende zu finden. “Es wird ein gutes Jahr werden, wenn wir für andere sorgen”, so das Oberhaupt der katholischen Kirche. Aus gesundheitlichen Gründen ließ Franziskus seine Predigt durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin verlesen. “Zeit ist der Reichtum, den wir alle haben, den wir aber eifersüchtig hüten, weil wir ihn nur für uns selbst nutzen wollen. Bitten wir um die Gnade, Zeit für Gott und für unsere Mitmenschen zu finden.”

An der Festmesse im Petersdom nahmen aufgrund der Corona-Auflagen nur etwa 100 Gläubige und zwei Dutzend Kardinäle teil. In Rom und in ganz Italien gelten über Neujahr strikte Ausgangsbeschränkungen.

Blick in den Petersdom

Einzug der Kleriker: Im Petersdom fanden diesmal nur rund 100 Gläubige Einlass

Franziskus mahnt in seiner Predigt zur Sorge für Mitmenschen, für die Welt und für die Schöpfung. “In diesem Jahr, in dem wir auf einen Neubeginn und neue Behandlungsmöglichkeiten hoffen, sollten wir die Sorge füreinander nicht vernachlässigen. Denn über den Impfstoff für den Körper hinaus brauchen wir auch einen Impfstoff für das Herz: die Sorge füreinander”, betonte der Papst.

“Vergebung bringt Neubeginn”

Durch die Geburt Jesu habe Gott die Geschichte “mit seiner Zärtlichkeit revolutioniert”. Dieses Zeichen finde sich in einer einfachen Familie. Gott selbst lasse die Menschen entdecken, “dass seine Vergebung einen Neubeginn bringt, dass sein Trost Hoffnung entzündet und dass seine Gegenwart unbändige Freude schenkt”.

Leere Straßen vor dem Petersdom

Leere Straßen vor dem Petersdom: In Rom gelten Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie

Papst Franziskus hatte seine Teilnahme an der Dankvesper zum Silvesterabend und an der Neujahrsmesse kurzfristig abgesagt. Als Grund nannte ein Sprecher eine schmerzhafte Ischias-Reizung. Der 84-Jährige leidet seit langem unter Hüftbeschwerden. Es war das erste Mal seit seinem Amtsantritt 2013, dass er bedeutende Zeremonien krankheitshalber ausfallen ließ.

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Das Angelusgebet in der Bibliothek des Apostolischen Palasts konnte der Papst jedoch selbst sprechen. Anlässlich des Weltfriedenstags sagte Franziskus, jeder von uns sei “aufgerufen, in jedem Lebensumfeld Frieden zu schaffen, indem er dem Bruder, der solidarische Hilfe benötigt, die Hand ausstreckt”. Friede sei nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern ein Leben voller Sinn, bei dem Menschen sich gemeinsam mit anderen verwirklichten.

jj/haz (kna, epd, vaticannews)




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