″Iota″: Nächster Hurrikan trifft Mittelamerika | Aktuell Amerika | DW

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Als Hurrikan der Kategorie vier – mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde nur knapp unter der Grenze eines Sturms der höchsten Stufe – traf “Iota” zunächst in Nicaragua auf Land. Bilder zeigten reißende Fluten, Straßen und Wohngebiete unter sehr hohem Wasser sowie zerstörte Brücken. Medien berichteten über Stromausfälle und zahlreiche Orte, die von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Nach Regierungsangaben in Nicaragua kamen landesweit mindestens sechs Menschen ums Leben. Auch aus Honduras, El Salvador und Panama gab es Berichte über Todesfälle, die allerdings zunächst unbestätigt blieben. 

Mehr als 60.000 Menschen mussten den Angaben zufolge in Nicaragua in Notunterkünften untergebracht werden. Auch im Nachbarland Honduras galt es, viele Bewohner in Sicherheit zu bringen. Im Laufe des Tages schwächte sich der Wirbelsturm ab und wurde zu einem tropischen Sturm herabgestuft.

Das Nationale Hurrikanzentrum der USA äußerte die Erwartung, dass “Iota” sich nahe El Salvador auflöst. Die Meteorologen warnten aber weiter vor möglichen katastrophalen Sturzfluten und Erdrutschen in mehreren Ländern Mittelamerikas. Die Zivilschutzbehörde von Honduras, Copeco, forderte alle Menschen in der Nähe der Flüsse Ulúa, Chamelecón und Cangrejal auf, die Gebiete sofort zu verlassen. Die Pegel stiegen unaufhaltsam – es werde weitläufige, katastrophale Überschwemmungen geben.

Nicaragua | Hurrikan Iota | Verwüstung

Die Lage in Puerto Cabezas in Nicaragua nach dem Sturm

Der Boden war in vielen Gebieten schon vor Ankunft von “Iota” mit Wasser gesättigt. Der Vorgänger “Eta” war am 3. November als Hurrikan der Kategorie vier auf die Küste Nicaraguas getroffen. Ganze Landstriche wurden unter Wasser gesetzt und verwüstet. Tausende Familien verloren ihr Zuhause, mehr als eine Million Menschen brauchten nach Angaben von Hilfsorganisation dringend Hilfe. Mehr als 150 Todesfälle wurden registriert; hinzu kommen die rund 100 Bewohner eines Dorfes in Guatemala, das von einem Erdrutsch verschüttet wurde. Die Suche nach ihnen wurde wegen zu gefährlicher Bedingungen abgebrochen.

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“Iota” ist der 30. Sturm in diesem Jahr, der stark genug war, um einen Namen zu bekommen – der bisherige Rekord lag bei 28 im Jahr. In der diesjährigen Saison haben sich so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 dafür vorgesehenen Namen längst aufgebraucht wurden. Die Meteorologen griffen deshalb bei der Bezeichnung erstmals seit 15 Jahren auf das griechische Alphabet zurück. 

ml/kle (dpa, afp) 




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