″Nein, aber″ zur Atomkraft in Belgien | Aktuell Europa | DW

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Belgien wird seine beiden Atomkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren wie geplant bis 2025 abschalten – schließt einen Wiedereinstieg in die Kernkraft aber nicht aus. Wie aus Regierungskreisen zu erfahren war, einigte sich die Sieben-Parteien-Koalition in der Nacht in Brüssel auf einen entsprechenden Kompromiss. Demnach sollen etwa 100 Millionen Euro in die Forschung zu sogenannten kleinen Atomkraftwerken (SMR) investiert werden.

Wochenlanger Streit in Brüssel

Die belgische Regierung hatte wochenlang um das Thema gerungen. Vor allem die Grünen dringen auf einen raschen Atomausstieg, während die französischsprachigen Liberalen für einen Weiterbetrieb der beiden neuesten Reaktoren eintreten.

Das Kernkraftwerk Tihange in Belgien

Das Kernkraftwerk Tihange, südwestlich von Lüttich an der Maas gelegen

Über eine mögliche Renaissance der Atomkraft wird derzeit in der Europäischen Union heftig gestritten. Mit Spannung erwartet wird ein Rechtstext der EU-Kommission zu grünen Investitionen. Die Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen erwägt, die Atomenergie dabei auf eine Liste „nachhaltiger“ Energieformen aufzunehmen.

Deutschland und Frankreich uneins 

Deutschland lehnt eine Einstufung der Atomkraft als nachhaltig vehement ab, erst am Mittwoch äußerte sich die neue Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) wieder in dieser Richtung. Insbesondere Frankreich gehört hingegen zu den Befürwortern einer solchen Bewertung. Präsident Emmanuel Macron hält die Atomenergie für unerlässlich, damit Frankreich und die EU wie geplant bis 2050 klimaneutral werden können. Auch Polen und sechs weitere osteuropäische Länder drängen die EU-Kommission, Atomstrom als nachhaltig anzuerkennen.

sti/AR (afp, rtr)




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