″Ocean Viking″ darf in Augusta anlegen | Aktuell Europa | DW

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Die 572 Flüchtlinge und Migranten an Bord des Rettungsschiffs “Ocean Viking” dürfen nach mehrtägigem Warten in Italien an Land gehen. Die dortigen Behörden genehmigten die Einfahrt in den Hafen der sizilianischen Stadt Augusta, wie die Organisation SOS Méditerranée bekanntgab, die das Schiff betreibt.

Die Helfer hatten die Menschen Anfang der Woche von verschiedenen Booten im Mittelmeer aufgenommen. “Es ist eine große Erleichterung zu wissen, dass ihre Tortur auf See fast vorbei ist”, heißt es in der Mitteilung. Die Crew hatte nach eigenen Angaben seit Montag die Behörden in Malta und Italien um Zuweisung eines sicheren Hafens gebeten. Die Menschen seien erschöpft und teilweise dehydriert. An Bord befinden sich auch rund 180 Minderjährige.

Todesfalle Mittelmeer

Anfang Mai hatte die “Ocean Viking” bereits mehr als 230 Flüchtlinge und Migranten nach Sizilien gebracht. Der Offshoreversorger war im zentralen Mittelmeer zuletzt als einziges von privaten Organisationen betriebenes Rettungsschiff im Einsatz. Andere Schiffe werden derzeit von Behörden festgehalten.

Italien Ocean Viking

Bald an Land: An Bord befinden sich auch mehr als 180 Minderjährige

Aus Transitländern wie Libyen oder Tunesien versuchen zahlreiche Menschen in die Europäische Union zu gelangen, oft in überfüllten Booten. Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist eine der gefährlichsten weltweit. Der Internationalen Organisation für Migration zufolge kamen auf diesem Weg allein im laufenden Jahr schon etwa 900 Menschen ums Leben. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.

jj/AL (dpa, afp, epd)




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