″Panikkäufe″: Briten hamstern Benzin | Aktuell Europa | DW

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„Wir rufen alle dazu auf, Kraftstoff so zu kaufen, wie sie es normalerweise machen würden“ – also keine Hamsterkäufe vorzunehmen. Es gebe genug Kraftstoff, und man arbeite mit der britischen Regierung daran, dass er an Tankstellen im ganzen Land verfügbar sei, versicherten die Ölkonzerne BP, Esso, Shell und andere Unternehmen der Branche in einer gemeinsamen Erklärung.

Hintergrund ist ein Mangel an Lastwagenfahrern, die die Tankstellen in Großbritannien beliefern. Seit einige ihre Zapfsäulen schließen mussten, kommt es zu einer Kettenreaktion: Vor noch geöffneten Tankstellen bilden sich immer längere Schlangen, Kunden müssen zum Teil stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Militär in Bereitschaft

Sollte sich die Lage in den kommenden Tagen nicht bessern, will die britische Regierung Fahrer von Armee-Tanklastwagen einsetzen, um die „Kraftstoff-Lieferkette weiter zu stabilisieren“. Es werde sich um eine „begrenzte Anzahl“ von Fahrern und um eine vorübergehende Maßnahme handeln, kündigte das Wirtschaftsministerium in London an.

Großbritanien I Zapfhähne

Außer Betrieb!

Nach Angaben der „Petrol Retailers Association“ (PRA), die Tausende unabhängige Tankstellen vertritt, haben derzeit zwei Drittel ihrer Mitglieder keinen Kraftstoff mehr. Der PRA-Vorsitzende Brian Madderson machte „reine Panikkäufe“ für die Engpässe verantwortlich.

Großbritanniens größte Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (Unison) forderte, Arbeitnehmer in Schlüsselbranchen wie Ärzte, Lehrer und Polizisten vorrangig mit Benzin zu versorgen. „Die Regierung könnte dieses Problem jetzt lösen, indem sie per Notfallbefugnis Tankstellen für die ausschließliche Nutzung durch Beschäftigte in Schlüsselpositionen ausweist“, sagte Unison-Generalsekretärin Christina McAnea.

Johnson steuert um

Um die Versorgungskrise, die auch Supermärkte betrifft, beizulegen, hatte die Regierung von Premier Boris Johnson am vergangenen Wochenende eine Lockerung der Visa-Bestimmungen für ausländische Lkw-Fahrer und Fachkräfte aus anderen Branchen beschlossen. Die Lockerung bedeutet eine klare Abkehr von der restriktiven Einwanderungspolitik, die Johnson seit dem Austritt aus der Europäischen Union verfolgte. 

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wa/fab (afp, dpa)




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