″Unregelmäßigkeiten″ bei Wahl in Marokko | Aktuell Afrika | DW

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“Wir sind sehr besorgt”, erklärte die seit 2011 in Marokko regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD). “Wir haben mehrere Unregelmäßigkeiten festgestellt.”

Die gemäßigt islamistische PJD berichtete von “Bargeldverteilungen” in der Nähe von Wahllokalen und “Verwirrung” bei einigen Verzeichnissen, in denen manche Wähler nicht aufgeführt waren. Die Partei forderte ein “schnelles und transparentes” Eingreifen der Behörden, um “die Transparenz der Wahlen nicht zu beeinträchtigen”.

König mit großer Macht

Insgesamt waren am Mittwoch rund 18 Millionen als Wähler registrierte Einwohner – rund die Hälfte der Bevölkerung – aufgerufen, ein Parlament und landesweit mehr als 30.000 Gemeindevertreter zu wählen. Es war die dritte Parlamentswahl seit der umfassenden Verfassungsreform von 2011. Die PJD führte seitdem die Regierung an – in Koalitionen mit verschiedenen Parteien.

Ergebnisse werden im Laufe dieses Donnerstags erwartet. Die Wahlbeteiligung dürfte auch deshalb wieder niedrig ausgefallen sein, weil die wahre Macht in Marokko weiterhin vom König ausgeht. Die wichtigsten politischen Entscheidungen werden von Mohammed VI. getroffen.

Marokkos König Mohammed VI. (58) sitzt bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Thron

Mohammed VI. (58) sitzt bereits seit mehr als 20 Jahren auf dem Thron

Marokko kämpft mit Korruption und Jugendarbeitslosigkeit, die derzeit bei rund 30 Prozent liegt. Die Wirtschaft schrumpfte 2020 um schätzungsweise sieben Prozent, die Lebensmittelpreise stiegen. Viele Bürger machen die PJD dafür verantwortlich, weshalb sich die Partei Platz eins nicht sicher sein kann.

wa/rb (afp, dpa)




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