120 Tote bei schweren Gefechten im Jemen | Aktuell Nahost | DW

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Bei schweren Gefechten um die strategisch wichtige Stadt Marib sind innerhalb von 24 Stunden mindestens 120 Kämpfer der pro-iranischen Huthis getötet worden. Die Aufständischen hatten im Februar eine Offensive auf Marib gestartet, der letzten Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung des Jemen im nördlichen Teil des Landes. Nun toben dort die schwersten Kämpfe seit 2018.

Jemenitischen Armeekreisen zufolge brachen zuletzt an sechs Fronten rund um Marib Kämpfe aus, auf welche die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition mit Luftangriffen reagierte. Den Huthi-Rebellen sei es lediglich gelungen, von Seiten der Kassara-Front nordwestlich der Stadt Marib weiter vorzurücken, heißt es.

Es geht auch um Rohstoffe

Die schiitischen Huthis haben in der östlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Provinz bereits zahlreiche Gebiete eingenommen und diese auch bei Gegenangriffen der Regierung gehalten. Inzwischen kontrollieren sie große Teile des Nordjemen und Gebiete, in denen etwa 70 Prozent der Bevölkerung leben. Zugleich verstärkten sie ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien.

Eine Niederlage der jemenitischen Regierungstruppen im Kampf um Marib würde einen schweren Rückschlag für die Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi bedeuten. Sollten die Rebellen die Stadt einnehmen, hätten sie die Kontrolle über einen Großteil der Öl- und Gasproduktion des verarmten Landes.

Ein Flüchtlingslager nördlich von Marib (Archiv)

Ein Flüchtlingslager nördlich von Marib (Archiv)

Auch die verzweifelte humanitäre Lage im Jemen könnte sich nochmals verschärfen. In der Marib umgebenden Wüste leben bereits hunderttausende Binnenvertriebene unter katastrophalen Bedingungen. Die Vereinten Nationen stufen die Lage im Jemen als schwerste humanitäre Krise der Welt ein.

rb/ust (afp, dpa)




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