17 Vermisste nach Untergang eines Fischerboots | Aktuell Europa | DW

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Es gab kaum noch Hoffnungen, die vermissten Fischer bei eisigem und stürmischem Winterwetter lebend zu finden. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Besatzungsmitglieder von einem anderen Fischerboot gerettet. Einer von ihnen sagte, mindestens ein Fischer sei ums Leben gekommen. Er fügte hinzu: “Die Leute wurden buchstäblich vom Deck ins Meer gespült.”

Nach Angaben der Nachrichtenagenturen Tass und Interfax hatte die Besatzung der “Onega” inmitten eines heftigen Sturms und trotz Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius ihre Netze ausgeworfen. Als sie den Fang am frühen Morgen einholen wollte, sei das komplett vereiste Schiff in der Nähe der Inselgruppe Nowaja Semlja gesunken, zitierten Tass und Interfax nicht näher benannte Quellen.

Rettungsversuche laufen

Mehrere Boote wurden zur Unglücksstelle geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Aufgrund des stürmischen Wetters ist den Behörden zufolge eine Rettung aus der Luft nicht möglich. Wenige Stunden nach dem Vorfall gab es keine Informationen zum Schicksal der meisten Besatzungsmitglieder.

Russland Murmansk Fischerboot

Russische Fischerboote im Hafen von Murmansk – die Arbeitsbedingungen der Fischer sind hart

Die beiden Geretteten hätten Neopren-Anzüge getragen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Sie sollen demnach Erfrierungen erlitten haben, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden sein.

Fischfang bei minus 30 Grad Celsius

Alles sei sehr schnell gegangen, sagte einer der Überlebenden. Medien berichteten, dass eine Welle über das Schiff hereinbrach, als die Besatzung das Fangnetz angehoben hatte. Hoch im Norden Russlands herrscht derzeit strenger Frost bei bis zu minus 30 Grad und tiefer.

Dem Zivilschutzministerium zufolge war das Schiff vereist. Der noch ungeklärte Vorfall eignete sich etwa 300 Seemeilen von der Stadt Murmansk an der Barentssee entfernt. Das 1979 zugelassene Schiff habe mehrere Notsignale abgegeben, hieß es. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Sie wollten demnach prüfen, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

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nob/kle (afp, dpa)




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