400 Millionen Euro für die Hochwasser-Opfer | Aktuell Deutschland | DW

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Eine Woche nach Beginn der Hochwasserkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands bringt die Bundesregierung die millionenschweren Soforthilfen auf den Weg. Damit sollen die schlimmsten Schäden an Gebäuden und kommunaler Infrastruktur beseitigt und besondere Notlagen überbrückt werden. Insgesamt geht es um rund 400 Millionen Euro, die je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern getragen werden sollen.

Rettungseinsätze kostenfrei

Außerdem ist ein Aufbaufonds geplant. Über dessen Höhe soll erst entschieden werden, wenn das Ausmaß der Schäden in den kommenden Wochen genauer absehbar ist. Der Bund will den Ländern zudem die Kosten für Rettungseinsätze von Bundespolizei, Technischem Hilfswerk und Bevölkerungsschutz erlassen. Auch die Bundeswehreinsätze in den Überschwemmungsgebieten sollen nicht in Rechnung gestellt werden. Zur Bewältigung der Schäden sollen auch Mittel aus dem EU-Solidaritätsfonds beantragt werden.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betonte im ZDF, dass die Hilfen nun schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden müssten. Schließlich gebe es Unwetteropfer, die nach dem Hochwasser gar nichts mehr hätten – „nicht mal eine Kreditkarte“. Das bundesweit angestrebte Datum für Klimaneutralität, die Deutschland bislang für das Jahr 2045 anpeilt, will Laschet trotz der Extremwetterereignisse in seinem Bundesland nicht vorziehen. Die Zielmarke 2045 sei bereits „ein Riesenkraftakt“.

Deutschland Hochwasser Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bad Münstereifel

Hörte sich die Berichte der betroffenen Bürger an: Bundeskanzlerin Angela Merkel, zusammen mit Ministerpräsident Armin Laschet (2.v.r.), in Bad Münstereifel

Laschet hatte am Dienstag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch im schwer betroffenen Bad Münstereifel begleitet. Wie zuvor schon in Rheinland-Pfalz zeigte sich Merkel tief betroffen. Die Schäden seien „erschreckend“, sie habe „Menschen gesehen, die alles verloren haben“. Die Stadt sei „so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt“. Die Kanzlerin fügte hinzu: „Das einzige, was tröstet, ist die Solidarität der Menschen.“

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Polizei sucht Vermisste

Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 164 angestiegen: Aus Rheinland-Pfalz wurden 117 und aus NRW 47 Unwetter-Tote bestätigt. In beiden Bundesländern wird nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden könnten. Die Suche nach Vermissten geht weiter.

ml/rb (dpa, rtr, AFP)

 




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