Ab April deutlich mehr Impfdosen? | Aktuell Deutschland | DW

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Knappe Impfstoffmengen, ein Gerangel mit den Herstellern um die Lieferung der Vakzine, überlastete Telefon-Hotlines – angesichts dieser Negativ-Meldungen in Deutschland hat sich massive Kritik aufgestaut. Länder und Kommunen in Deutschland fordern mehr Zuverlässigkeit bei Lieferangaben, damit die regionalen Impfzentren vor Ort besser planen könnten.

Gipfel ein Fiasko?

Der deshalb angesetzte Video-Impfgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel, den Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie Vertretern der Pharma-Branche und der EU-Kommission sollte eigentlich hier Abhilfe schaffen. Doch Teilnehmer sprechen schon vor dem Ende des Treffens von einem “absurden Theater”. Die “Bild”-Zeitung schreibt: “Merkel macht schon gehässige Anmerkungen.” 

Bereits vor dem virtuellen Treffen war bekannt geworden, dass das Gesundheitsministerium bis Ende März nur eine Lieferung von 18,3 Millionen Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca erwartet.

Coronavirus: Impfzentrum Hamburg

Ein Impfzentrum in Hamburg

Aber im zweiten Quartal soll Deutschland dann von mehreren Herstellern insgesamt 77,1 Millionen Impfdosen erhalten. Für das dritte Quartal werden gar 126,6 Millionen Dosen vorausgesagt. Allerdings sind in den Prognosen auch die bislang noch nicht zugelassenen Vakzine von Johnson & Johnson sowie Curevac mit eingerechnet.

Der als Einmal-Dosis vorgesehene Impfstoff von Johnson & Johnson könne bei positivem Verlauf Ende Februar zugelassen werden, hieß es. Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hatte vor dem Gipfel Kooperationen mit der Bayer AG, der Wacker AG und Rentschler Biopharma SE bekannt gegeben. Curevac will in diesem Jahr noch bis zu 300 Millionen Impfdosen und im kommenden Jahr dann bis zu eine Milliarde Impfdosen produzieren.

Für das vierte Quartal sollen dann noch einmal gut 100 Millionen Impfdosen hinzukommen, darunter auch Lieferungen des französischen Herstellers Sanofi, dessen Zulassung allerdings erst Ende 2021 erwartet wird. 

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Gleichzeitig heißt es in dem Papier des Ministeriums, die Zahl der Impfungen von derzeit im Schnitt rund 100.000 pro Tag könne auf bis zu fünf Millionen pro Woche steigen, wenn 50.000 Arztpraxen mit gut lagerfähigem Impfstoff versorgt würden.

Auf dieser Basis wäre die Ankündigung von Kanzlerin Merkel, dass jeder Bürger bis Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten sollte, rein rechnerisch wohl machbar.

Aber: Es sind alles Prognosen 

Das Gesundheitsministerium weist allerdings auch auf erhebliche Unsicherheitsfaktoren hin. “Die konkreten Liefertermine und Liefermengen von COVID-19-Impfstoffen hängen von zahlreichen Faktoren ab, insbesondere vom Verlauf der klinischen Prüfungen, vom Ergebnis des behördlichen Zulassungsverfahrens, von den Produktionsprozessen, den Lieferketten der Ausgangsstoffe sowie den Ergebnissen der Qualitätskontrollen”, heißt es vorsorglich. Entsprechende Prognosen darüber seien daher immer mit Unsicherheiten behaftet.

se/wa (rtr, dpa, afp, bild)




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