Äthiopische Luftwaffe bombardiert wieder Ziele in Tigray | Aktuell Afrika | DW

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Wie die Regierung in Addis Abeba mitteilte, wurden Ziele in der Regionalhauptstadt Mekele und in Agbe bombardiert. Nach Angaben der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die mit der Zentralregierung des Landes um die Vorherrschaft ringt, hat die Luftwaffe ein Wohnviertel beschossen und dabei mehrere Zivilisten verletzt. Ein Krankenhaus berichtet, es seien acht Verletzte, darunter eine schwangere Frau, eingeliefert worden.

Die Regierung in Addis Abeba dementiert, dass Zivilisten getroffen wurden. Ziel des Angriffs seien militärische Einrichtungen der TPLF gewesen. Die äthiopische Armee hat vergangene Woche eine neue Militäroffensive gegen Kämpfer der TPLF begonnen.

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Der militärische Konflikt brach vor elf Monaten aus, damals begann Ministerpräsident Ahmed Abiy mit Hilfe der Armee, die in Tigray herrschende TPLF zu verdrängen. Diese dominierte Äthiopiens Politik gut 25 Jahre lang, bis Abiy 2018 an die Macht kam. Viele Tigrayer fühlen sich seither von der Zentralregierung nicht vertreten und fordern mehr Autonomie. Fast zwei Millionen Menschen wurden seitdem aus der Krisenregion vertrieben. Es gibt zahlreiche Berichte über Gräueltaten, darunter Massaker und Massenvergewaltigungen. Die Auseinandersetzungen haben zu einer schweren humanitären Krise im Norden des Landes geführt. Seit Anfang August hat sich der Konflikt auf die Nachbarregionen Afar und Amhara ausgeweitet.

Nach den jüngsten Angriffen zeigten sich die Vereinten Nationen besorgt über das Wiederaufflammen der Kämpfe. Die Entwicklung sei „alarmierend“. Alles, was Zivilisten oder deren Infrastruktur in Mitleidenschaft ziehen könne, müsse vermieden werden, sagte ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres.

qu/mak (afp, rtr, dpa)




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