Angela Merkel und Joe Biden verabreden Zusammenarbeit | Aktuell Welt | DW

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Internationale Sicherheit, Handel und Klima-Politik sowie die Corona-Pandemie standen im Fokus des ersten Telefongesprächs zwischen Angela Merkel und Joe Biden seit dessen Amtsantritt. Die Bundeskanzlerin sicherte dem neuen US-Präsidenten darin die Zusammenarbeit bei der Bewältigung internationaler Herausforderungen zu, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Merkel habe Biden zu dessen Amtsantritt gratuliert und ihn zugleich nach Deutschland eingeladen, sobald die Pandemie-Lage einen solchen Besuch erlaube.

Biden will Beziehungen zu Deutschland vertiefen

Laut Angeben von Seibert erklärte Merkel die Bereitschaft Deutschlands, bei der Bewältigung internationaler Aufgaben gemeinsam mit den europäischen und transatlantischen Partnern Verantwortung zu übernehmen. Die Kanzlerin und der US-Präsident seien sich einig gewesen, dass zur Bewältigung der Corona-Pandemie verstärkte internationale Anstrengungen nötig seien. Merkel begrüßte die Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation ebenso wie die Entscheidung Bidens, die USA in das Pariser Klimaabkommen zurückzuführen.

Das Weiße Haus erklärte seinerseits, Biden habe in dem Telefonat seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland zu “vertiefen”. Der Präsident und die Kanzlerin seien sich in der Bedeutung der globalen Kooperation und der multilateralen Organisationen im Kampf gegen den Klimawandel und die Corona-Pandemie sowie in den Bemühungen um eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise einig gewesen.

Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft

Nach Angaben des Weißen Hauses unterstrich Biden seine Absicht, die transatlantische Allianz neu zu beleben, unter anderem über die US-Beziehungen zu NATO und EU. Der Präsident habe die transatlantische Partnerschaft als “Eckpfeiler unserer kollektiven Sicherheit und gemeinsamen demokratischen Werte” bezeichnet. Merkel und Biden sprachen nach Angaben beider Regierungen auch über einzelne außenpolitische Themen wie China, Russland, die Ukraine, Afghanistan und den Iran.

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Unter Bidens Vorgänger Donald Trump waren die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland von starken Spannungen geprägt gewesen. Trump hatte Deutschland immer wieder aggressiv kritisiert – unter anderem wegen der seiner Ansicht nach viel zu niedrigen Verteidigungsausgaben und wegen des hohen deutschen Exportüberschusses.

ww/sti (dpa, afp, rtr)




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