Ansturm auf Impftermine in Frankreich | Aktuell Europa | DW

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Nach der Fernsehansprache von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben die Franzosen im Internet fast eine Million Corona-Impftermine gebucht. Der Buchungsdienst Doctolib teilte mit, es gebe eine Rekordnachfrage.

Macron hatte am Montag angekündigt, dass ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis künftig deutlich häufiger notwendig werde. Der Staatschef will damit mehr Menschen zur Impfung bewegen. Außerdem kündigte er eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal an mit drohendem Arbeitsverbot bei einem Verstoß. Auch für die Gesamtbevölkerung stelle sich die Frage einer verpflichtenden Impfung, so Macron.

Frankreich | Coronavirus | Tourismus in Paris

Kulturstätten wie das Louvre-Museum in Paris dürfen künftig nur noch Geimpfte oder Getestete besuchen

Für Reisende ohne vollständige Impfung könnten die strengeren Regeln ins Geld gehen. Schon ab 21. Juli ist der Eintritt zu Kulturstätten nicht mehr ohne Nachweis möglich. Ab August wird auch der Zugang zu Fernzügen, Reisebussen, Restaurants und Cafés ohne den sogenannten Gesundheitspass verwehrt.

Zwar reicht für den Eintritt ein negativer PCR- oder Antigentest, der auch in Papierform vorgezeigt werden kann. Allerdings darf dieser nicht älter als 48 Stunden sein. Wer sich also ohne vollständige Impfung länger als zwei Tage in Frankreich aufhält, wird künftig wohl in die Tasche greifen müssen, weil dann PCR- und Antigentests für ausländische Touristen nicht mehr kostenlos sind.

Die Regierung sah sich zu härteren Corona-Regeln gezwungen, weil zum einen die Infektionszahlen mit Blick auf die hochansteckende Delta-Variante stark gestiegen sind und zum anderen die Impfbereitschaft in Frankreich abgenommen hat. Derzeit infizieren sich täglich fast 4000 Franzosen mit dem Coronavirus. Etwa 53 Prozent der französischen Bevölkerung sind aktuell mindestens einmal gegen das Virus geimpft.

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uh/qu (dpa, rtr, afp)




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