Assads langjähriger Außenminister Walid al-Muallim gestorben | Aktuell Nahost | DW

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Syriens langjähriger Außenminister Walid al-Muallim ist tot. Er sei am Morgen im Alter von 79 Jahren gestorben, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Vor einigen Jahren hatte er sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut einer Herzoperation unterziehen müssen.

Mit ruhiger Stimme schlimme Politik vertreten 

Al-Muallim stand seit 2006 an der Spitze des syrischen Außenministeriums. 2012, ein Jahr nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs, wurde er auch zum stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Al-Muallim war neben Machthaber Baschar al-Assad das nach außen hin prominenteste Gesicht der syrischen Regierung. Bekannt war er für seine Auftritte, bei denen er mit ruhiger Stimme die Politik seines Landes vehement verteidigte. Der Sunnit galt als äußerst loyaler Gefolgsmann der Assad-Familie, die der religiösen Minderheit der Alawiten angehört und in Syrien seit 50 Jahren herrscht.

Der syrische Machthaber war stets präsent: Walid al-Muallim bei einer Pressekonferenz 2011 in Damaskus (Foto: dapd)

Der syrische Machthaber war stets präsent: Walid al-Muallim bei einer Pressekonferenz 2011 in Damaskus

Gleichzeitig war Al-Muallim ein scharfer Kritiker der Opposition, der er vorwarf, von ausländischen Mächten bezahlt zu sein. Sämtliche internationalen Initiativen scheiterten bisher mit dem Plan, eine Annäherung zwischen der Regierung und ihren Gegnern zu erreichen, um den Boden für eine politische Lösung des Konflikts zu erreichen.

Auch syrischer Botschafter in Washington

Al-Muallim war nach einem Wirtschaftsstudium in Kairo Mitte der 1960er Jahre in den diplomatischen Dienst seines Landes eingetreten. In den 1990er Jahren war er syrischer Botschafter in Washington. 2014, rund drei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkriegs, stand Al-Muallim bei den Friedensgesprächen in der Schweiz an der Spitze der Regierungsdelegation. Zuletzt war er in der vergangenen Woche bei einer Konferenz in Damaskus zur Rückkehr von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland aufgetreten. Mehr als 380.000 Menschen wurden in dem bereits seit zehn Jahren währenden Konflikt getötet, die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht.

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sti/ww (afp, dpa)




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