AstraZeneca laut US-Studie wirksam und sicher | Aktuell Welt | DW

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Wie der britisch-schwedische Pharmakonzern bekanntgab, geht aus der neuen Großstudie hervor, dass eine COVID-19-Schutzimpfung mit dem Vakzin von AstraZeneca eine hundertprozentige Wirkung gegen schwere Krankheitsverläufe aufweist, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen. Die Gesamtwirksamkeit gegen das Virus liegt demnach bei 79 Prozent. Damit sei die Wirksamkeit höher als bisher ermittelt. Die Impfung sei auch bei älteren Menschen sehr wirksam und führe nicht zu einem höheren Thrombose-Risiko.

Erste Studie mit vielen Probanden über 65 Jahre

An der Phase-III-Studie nahmen den Angaben zufolge mehr als 32.000 Probanden in den USA, Chile und Peru teil, von denen zwei Drittel geimpft wurden. Rund 20 Prozent der Teilnehmer waren 65 Jahre oder älter und rund 60 Prozent hatten Vorerkrankungen wie Diabetes, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer COVID-19-Erkrankung erhöhen. Ein erhöhtes Thrombose-Risiko wurde bei den gut 21.000 Probanden, die mindestens eine Impfdosis erhielten, nicht festgestellt.

Die Studienergebnisse bestätigten bisherige Erkenntnisse zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs bei Erwachsenen, erklärte die Medizinprofessorin Ann Falsey von der Universität Rochester, die federführend an der Studie beteiligt war. Zum ersten Mal lägen nun aber vergleichbare Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Menschen über 65 Jahren vor.

Viele Europäer haben weiterhin Bedenken 

In den USA ist der Impfstoff von AstraZeneca bisher nicht zugelassen, den dafür notwendigen Prozess will der Hersteller nun starten. Berichte über Thrombosen in Zusammenhang mit der AstraZeneca-Impfung haben das Vertrauen in die Sicherheit zuletzt stark belastet. In Deutschland und anderen Ländern waren die Impfungen nach Berichten über Blutgerinnsel bei Patienten zwischenzeitlich gestoppt worden, inzwischen wurden sie aber wieder aufgenommen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprachen sich für ein Festhalten an dem Impfstoff aus.

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Das AstraZeneca-Mittel ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Dabei wird einem harmlosen Erkältungsvirus ein kleiner Teil des genetischen Codes des Coronavirus zugefügt, das sich aber nicht mehr im Menschen vermehren kann. Nach der Impfung soll der Körper dann Antikörper und Abwehrzellen bilden.

Der Vorteil von Vektorimpfstoffen wie demjenigen von AstraZeneca: Sie können bei normalen Kühlschrank-Temperaturen gelagert und transportiert werden, während die modernen mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer sowie Moderna extrem tiefgekühlt gelagert werden müssen.

qu/ww (afp, rtr, ap)




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