Biden macht Steuererklärung öffentlich | Aktuell Amerika | DW

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Joe und Jill Biden haben im vergangenen Jahr gut 600.000 Dollar (knapp 500.000 Euro) brutto verdient. Laut ihrer Steuererklärung für 2020 zahlten der US-Präsident und seine Frau, die als College-Lehrerin arbeitet, rund 157.000 Dollar an Einkommensteuern auf Bundesebene, was einem Steuersatz von 25,9 Prozent entspricht. Weitere 28.000 Dollar entrichteten sie in ihrem Heimatstaat Delaware.

Vizepräsidentin Kamala Harris, die ebenfalls ihre Steuererklärung veröffentlichte, leistete demnach deutlich höhere Abgaben. Die Ex-Senatorin aus Kalifornien und ihr Mann Doug Emhoff, der bisher als Anwalt arbeitete, versteuerten ein Bruttoeinkommen von knapp 1,7 Millionen Dollar. Auf Bundesebene zahlten sie 622.000 Dollar an Einkommensteuern zuzüglich 125.000 Dollar in Kalifornien und 57.000 Dollar in Washington. 2019 hatten die beiden noch ein Gesamteinkommen von knapp 3,3 Millionen Dollar erzielt.

Schleier der Geheimhaltung

Bidens Vorgänger Donald Trump, der vor seiner politischen Blitzkarriere durch Immobiliengeschäfte bekannt geworden war, hatte seine Steuererklärungen nie veröffentlicht. Er war der erste US-Präsident seit Richard Nixon, der seine Finanzen geheim hielt. Im September sorgte die “New York Times” mit Enthüllungen für Aufsehen. Demnach soll Trump 2016 und 2017 jeweils nur 750 Dollar Einkommensteuer an den Bund überwiesen haben. Und in elf der 18 Jahre von 2000 bis 2017 sei überhaupt keine Einkommensteuer auf Bundesebene geflossen, hieß es in dem Bericht, den der damalige Präsident prompt dementierte.

Vizepräsidentin Kamala Harris

Vizepräsidentin Kamala Harris versteuerte 2020 zusammen mit ihrem Mann ein Bruttoeinkommen von 1,7 Millionen Dollar (Archivbild)

Sein Amtsnachfolger will nun die Einkommensteuer für Spitzenverdiener erhöhen – wovon er selbst betroffen wäre. Mit den Einnahmen hofft der Demokrat Biden große Investitionen in Infrastruktur und Sozialleistungen zu finanzieren. Ob er dafür die erforderliche Zustimmung des Kongresses gewinnen kann, ist allerdings fraglich. Denn dafür wäre er im Senat auf mehrere Abweichler bei den oppositionellen Republikanern angewiesen.

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jj/ehl (dpa, afp)




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