Biden schließt Verlängerung nicht aus | Aktuell Asien | DW

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Die US-Regierung ist nach Angaben von Präsident Joe Biden im Gespräch mit dem Militär über eine mögliche Verlängerung der Evakuierungsmission aus Afghanistan über das Monatsende hinaus. “Es gibt Diskussionen zwischen uns und dem Militär über eine Verlängerung”, sagte Biden im Weißen Haus. Er fügte jedoch hinzu: “Wir hoffen, dass wir nicht verlängern müssen.”

Der Präsident sagte auf eine entsprechende Frage, sollten andere G7-Staaten um eine längere Präsenz der US-Truppen am Kabuler Flughafen bitten, werde er antworten, “dass wir sehen werden, was wir tun können”. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten kommen am Dienstag zu einem Online-Sondergipfel zu Afghanistan zusammen.

“Es kann noch viel schiefgehen”

Biden sagte, seit dem Beginn der US-Evakuierungsmission am 14. August hätten US-Streitkräfte und ihre Koalitionspartner fast 28.000 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Innerhalb von 36 Stunden seien zuletzt rund 11.000 Menschen über die Luftbrücke in Sicherheit gebracht worden. Der Präsident warnte aber: “Wir haben noch einen langen Weg vor uns, und es kann noch viel schiefgehen.”

US-Präsident Biden bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus

US-Präsident Biden bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus

Die Szenen am Flughafen nannte Biden “herzzerreißend”. Er betonte zugleich, die Evakuierung von Tausenden Menschen aus Kabul wäre immer “hart und schmerzvoll” verlaufen, unabhängig vom Zeitpunkt ihres Beginnes. Bidens Regierung wird vorgeworfen, zu spät damit begonnen zu haben.

Bundeswehr bringt Hilfsgüter

Die Bundeswehr hat unterdessen weitere 213 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Die Maschine vom Typ A440M flog die Schutzbedürftigen in die usbekische Hauptstadt Taschkent. Der dortige Flughafen dient der Bundeswehr als Drehscheibe für ihre Evakuierungseinsätze.

Schutzbedürftige verlassen eine Bundeswehr-Maschine in Taschkent

Schutzbedürftige verlassen eine Bundeswehr-Maschine in Taschkent

Das Bundeswehr-Flugzeug war zuvor mit Hilfsgütern zur Versorgung der am Kabuler Flughafen wartenden Menschen gelandet. Nach Angaben der Bundeswehr waren 13 Tonnen Material an Bord, darunter Babynahrung, Windeln, Decken, Kleidung und Wasser.

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Seit dem Start ihrer Evakuierungsaktion hat die Bundeswehr bereits mehr als 2500 Menschen ausgeflogen. Darunter seien etwa 1850 Afghanen gewesen, hieß es am Sonntagabend aus dem Auswärtigen Amt. Zudem wurden demnach mehr als 270 Deutsche und mehrere Hundert Menschen aus anderen Ländern ausgeflogen.

Sicherheitszone vergrößert

Der Kabuler Flughafen wird seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban vor einer Woche von ausländischen Soldaten gesichert. Tausende verzweifelte Menschen drängen sich vor den Zugangstoren. 

Flüchtlinge vor dem Flughafen in Kabul

Flüchtlinge vor dem Flughafen in Kabul

Inzwischen haben die USA nach Angaben von Präsident Biden die Sicherheitszone um den Flughafen vergrößert. Die Taliban hätten sich dabei kooperativ gezeigt, sagte er.

Am Samstag waren die Tore des Airports zeitweise ganz geschlossen worden. Daraufhin kam es zu Panik und Gedränge, mehrere Menschen kamen darin ums Leben. Auch die Evakuierungsflüge gerieten ins Stocken.

gri/fw (dpa, afp, rtr)




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