Biden und Xi suchen den Konsens | Aktuell Welt | DW

Biden und Xi suchen den Konsens | Aktuell Welt | DW

0 Von


US-Präsident Joe Biden hat seinen chinesischen Kollegen Xi Jinping vor einer Konfrontation zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften gewarnt. Es liege in ihrer beider Verantwortung, „dafür zu sorgen, dass der Wettbewerb zwischen unseren Ländern nicht in einen Konflikt ausartet, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt“, sagte er zu Xi bei einer mit Spannung erwarteten Videokonferenz.

Biden sprach sich in diesem Zusammenhang für „Leitplanken des gesunden Menschenverstandes“ aus. Beide Seiten müssten ehrlich sagen, „wo wir uns nicht einig sind, und zusammenarbeiten, wo sich unsere Interessen überschneiden, insbesondere bei wichtigen globalen Fragen wie dem Klimawandel“. Es gehe für beide Länder darum, verantwortungsvolle Führungsrollen in der Welt einzunehmen.

Globale Herausforderungen 

Xi rief seinerseits den US-Präsidenten, den er als „alten Freund“ bezeichnete, zu einer engeren Zusammenarbeit auf. „China und die Vereinigten Staaten müssen die Kommunikation und die Kooperation stärken“, erklärte Chinas Staats- und Parteichef. Beide Länder sollten sich gegenseitig respektieren und friedlich koexistieren. Auch müssten sie als ständige Mitglieder im Weltsicherheitsrat ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden.

USA | UN-Sicherheitsrat in New York

Immer mit am Tisch: Die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten haben im UN-Sicherheitsrat ein Vetorecht

Er wolle mit Biden „aktive Schritte unternehmen, um die Beziehungen zwischen China und den USA in eine positive Richtung zu bewegen“, wurde Xi von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert. Gute Beziehungen seien wichtig, um die Entwicklung in beiden Ländern voranzutreiben, ein friedliches und stabiles internationales Umfeld zu sichern und wirksame Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Corona-Pandemie zu finden. 

Viel Konfliktpotenzial

Der erste Online-Gipfel zwischen Biden und Xi dauerte mehrere Stunden. Medienvertreter waren nur zu Beginn des Austauschs zugelassen. Zu hohe Erwartungen an das Gespräch wurden von der US-Regierung gedämpft. Konkrete Ergebnisse seien nicht zu erwarten, hieß es aus Washington.

Empfehlung:   Mutmaßlichem US-Spion droht Straflager in Russland | Aktuell Europa | DW

Das Verhältnis der beiden Großmächte ist derzeit so belastet wie noch nie seit Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen 1979. Streit gibt es unter anderem über die Ursachen der Corona-Pandemie, Handels- und Wettbewerbsregeln, Chinas wachsendes Atomwaffenarsenal, dessen jüngste Drohungen gegenüber Taiwan und die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong.

Vor dem Gipfel hatte Biden seit seinem Amtsantritt lediglich zwei Mal mit Xi telefoniert, zuletzt im September. Zu einer persönlichen Begegnung der beiden Staatschefs kam es bisher auch deshalb nicht, weil Xi seit Pandemie-Beginn auf jegliche Auslandsreisen verzichtet hat.

wa/rb (dpa, afp, rtr)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.