Biden würdigt Merkels ″historische″ Kanzlerschaft | Aktuell Welt | DW

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US-Präsident Joe Biden hat das politische Lebenswerk von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt. Dieses habe einen “historischen Charakter”, sagte Biden auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel in Washington. Sie sei die erste weibliche Bundeskanzlerin in Deutschland und die erste aus der ehemaligen DDR. Merkel habe “bahnbrechende Verdienste” für Deutschland und die Welt geleistet.

Die Kanzlerin sei immer für das Richtige eingetreten und habe die Würde des Menschen verteidigt. “Ich weiß, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten auf dem Fundament, das Sie mit aufgebaut haben, noch stärker werden wird”, so Biden weiter. “Aber persönlich muss ich Ihnen sagen, dass ich Sie bei unseren Gipfeltreffen vermissen werde, das werde ich wirklich.”

Neuanfang nach dem Tiefpunkt mit Trump

Merkel war als erste Regierungschefin aus Europa von Biden seit seiner Amtsübernahme am 20. Januar im Weißen Haus empfangen worden. Ihr Besuch soll den Neuanfang der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach einem Tiefpunkt in der Ära von Bidens Vorgänger Donald Trump markieren.

Ein Besuch bei Freunden: Merkel und Biden im Weißen Haus

Ein Besuch bei Freunden: Merkel und Biden im Weißen Haus

Die Kanzlerin verkündete auf der Pressekonferenz eine Energie- und Klimapartnerschaft zwischen Deutschland und den USA. Dies sei ein wichtiges Zeichen, sagte Merkel. Es gehe um den Ausbau zukunftsfähiger Technologien wie Wasserstoff oder erneuerbare Energien. “Wir stehen hier im Wettbewerb mit anderen auf der Welt, und diesen Wettbewerb wollen wir erfolgreich bestehen.”

Sie sei froh, dass die USA in das Pariser Klimaabkommen zurückgekehrt seien, sagte die Kanzlerin weiter. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump hatte sich die USA aus dem Abkommen zurückgezogen. Biden machte diese Entscheidung an seinem ersten Tag im Amt wieder rückgängig.

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“Ich habe meine Sorgen im Hinblick auf Nord Stream 2”, sagte Biden

Zu der zwischen Deutschland und den USA höchst umstrittenen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 hatte Biden klargestellt, dass Russland seine Energielieferungen niemals als “Waffe” oder Druckmittel gegen ein Land wie die Ukraine verwenden dürfe. Merkel bezeichnete die fast fertiggestellte Ostsee-Pipeline als ein zusätzliches Projekt und nicht als Alternative zum Gastransport durch die Ukraine. “Unser Verständnis war und ist und bleibt, dass die Ukraine Transitland für Erdgas bleibt”, sagte die Kanzlerin.

rb/AL (AFP, AP, dpa, rtr, PHOENIX)




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