BioNTech bald für Kinder ab zwölf | Wirtschaft | DW

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“Wir glauben, dass es jetzt schnell gehen kann”, sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. “Die bisherigen Beobachtungen zur Verträglichkeit wie auch zur Wirksamkeit sind ermutigend.” In den kommenden Tagen soll bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zunächst die Zulassung für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. Die Prüfung dauert in der Regel wenige Wochen. Bereits ab Anfang Juni könnten somit Schulkinder geimpft werden.

BioNTech-Chef Ugur Sahin

BioNTech-Chef Ugur Sahin

Sahin und seine Frau, die BioNTech-Chefmedizinerin Özlem Türeci, hatten dem “Spiegel” zufolge die Erprobung und Zulassung des Impfstoffs für Kinder zur Priorität gemacht, nachdem aggressivere Mutanten des Coronavirus zu grassieren begannen. Die Zielsetzung lautet demnach, der Impfstoff für alle Kinder ab dem Kindergartenalter müsse vor dem nächsten Winter erprobt sein. Eine Zulassung für alle Altersklassen wird für September angestrebt.

Die medizinische Geschäftsführerin von BioNTech, Özlem Türeci

Die medizinische Geschäftsführerin von BioNTech, Özlem Türeci

BioNTech und sein Partner Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen. Die Gesundheit der knapp 2300 Teilnehmer der Studie in den USA würden aus Sicherheitsgründen noch bis zu zwei Jahre nach dem Erhalt der ersten Impfdosis beobachtet. Parallel dazu läuft die klinische Studie von BioNTech und Pfizer zur Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern zwischen sechs Monaten bis einschließlich elf Jahren weiter.

Moderna fährt Produktion hoch

Das US-Pharmaunternehmen Moderna will kommendes Jahr seine Corona-Impfstoffproduktion massiv ausbauen und weltweit bis zu drei Milliarden Dosen seines Vakzins produzieren. Die Herstellung solle in den Produktionsstätten in Europa und den USA deutlich erhöht werden, erklärte das Unternehmen. Durch neue Finanzzusagen werde die Produktion bei den Partnerunternehmen Lonza (Schweiz) und Rovi (Spanien) verdoppelt. Auch in den US-Anlagen von Moderna werde die Herstellung des Vakzins um 50 Prozent gesteigert werden. Das Unternehmen erhöhte außerdem seine Lieferprognose für dieses Jahr auf 800 Millionen bis eine Milliarde Dosen.

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Ebenso wie der Impfstoff von BioNTech/Pfizer basiert das Moderna-Vakzin auf der mRNA-Technologie. Er gilt als sehr wirksam und sicher und wird in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, eingesetzt.

sti/rb (afp, dpa, rtr)




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