Blutiger Machtkampf hinter Gittern | Aktuell Amerika | DW

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Mindestens 75 Häftlinge kamen bei Krawallen in den Strafanstalten in Guayaquil, Cuenca und Latacunga ums Leben, wie die Regierung von Ecuador mitteilte. Auslöser war offenbar ein interner Machtkampf innerhalb der Bande “Los Choneros”, nachdem deren obersten Anführer José Luis Zambrano alias “Rasquiña” im Dezember getötet worden war.

“Los Choneros” ist die mächtigste kriminelle Organisation des südamerikanischen Landes. Sie ist in Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Auftragsmorde verwickelt. Auch soll die Bande mit mexikanischen und kolumbianischen Verbrechersyndikaten zusammenarbeiten.

Ecuador Soldaten vor Gefängnis in Guayaquil

Schwer bewaffnet: Soldaten vor dem Gefängnis in Guayaquil

“Als Konsequenz der gewalttätigen Auseinandersetzungen (…) habe ich die Streitkräfte beauftragt, die Außenbereiche der Haftanstalten strikt auf Waffen, Munition und Sprengstoff zu kontrollieren”, twitterte Staatschef Lenín Moreno. Bei Zellen-Durchsuchungen seien bereits Schusswaffen, Macheten, Messer und Mobiltelefone sichergestellt worden, gab die Staatsanwaltschaft bekannt.

In Lateinamerika kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert. Oftmals sorgen die Sicherheitskräfte lediglich dafür, dass die Gefangenen in den Haftanstalten bleiben. Innerhalb der Gefängnismauern bleiben sich die Häftlinge weitgehend selbst überlassen.

wa/fw (dpa, afp)




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