BND vermutet Al-Kaida-Ableger hinter Angriff auf Bundeswehr | Aktuell Welt | DW

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Der Bundesnachrichtendienst (BND) vermutet einen Ableger der Terrororganisation Al-Kaida hinter dem Angriff auf Bundeswehrsoldaten in Mali vergangene Woche. Das sagte BND-Präsident Bruno Kahl in einem Video, das der deutsche Bundeswehrverband am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Es gebe in der Region in Mali einen “kräftigen Akteur, der ursprünglich von Al-Kaida abstammt”, sagte Kahl. Diese Gruppe sei “in der letzten Zeit des öfteren mit Aktionen genau diesen Typus aufgefallen”, erläuterte der BND-Präsident. Seine Behörde gehe deshalb davon aus, dass eine in der Region aktive “Untereinheit” für den Angriff verantwortlich ist.

Deutschland Berlin | Untersuchungsausschuss Anschlag Breitscheidplatz | Bruno Kahl

BND-Präsident Bruno Kahl: “Kräftigen Akteur, der ursprünglich von Al-Kaida abstammt”

Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums bestätigte nach Angaben des Bundeswehrverbandes die Einschätzung des BND: “Tatsächlich ergibt sich vor Ort kein anderes Lagebild”, sagte Brigadegeneral Achim Martin Werres auf einer Diskussionsveranstaltung des Verbandes, an der auch Kahl teilnahm.

Kramp-Karrenbauer zu Gesprächen in New York

Bei dem Anschlag eines Selbstmordattentäters am vergangenen Freitag nordöstlich von Gao waren zwölf deutsche Soldaten und ein belgischer Blauhelmsoldat verletzt worden. Die deutschen Verwundeten, darunter drei Schwerverletzte, wurden am Wochenende nach Deutschland geflogen. Ihr Zustand gilt als stabil. Ein Teil von ihnen wird im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt, die anderen im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz.

Anschlag auf Bundeswehr in Mali 25.06.2021

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie sei “sehr zuversichtlich, dass insbesondere die leicht Verletzten in den nächsten Tagen vielleicht schon zu ihren Familien zurückkehren können”. Die CDU-Politikerin hält sich derzeit zu Gesprächen unter anderem mit UN-Generalsekretär António Guterres in New York auf. Dabei ging es Kramp-Karrenbauer zufolge unter anderem darum, die Koordination beim UN-Einsatz in Mali zu verbessern und so die Durchschlagskraft angesichts der komplizierten Sicherheitslage in dem Land zu verbessern.

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Weitere Hubschrauber nach Mali

Die Mission selbst aber sei “vom Grund her durchaus richtig aufgesetzt”. Ob Bundeswehrsoldaten in Mali demnächst besser ausgestattet werden müssten, hänge von den Ergebnissen einer laufenden Aufarbeitung zu dem Anschlag ab. Auf jeden Fall sollten jedoch im Herbst “nochmal eigene militärische Hubschrauber für die Rettungskette zur Verfügung” gestellt werden, kündigte Kramp-Karrenbauer an, auch wenn die Evakuierung nach dem Attentat reibungslos gelaufen sei.

ww/fw (dpa, afp)




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