Boot voller Leichen erreicht Teneriffa | Aktuell Europa | DW

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Das Rettungsschiff mit dem Holzboot im Schlepptau fuhr in den Hafen von Los Cristianos im Süden der Kanareninsel Teneriffa ein, wie die Behörden mitteilten. Sie waren zunächst von 17 Leichen auf dem Boot ausgegangen. Im Hafen zählten Helfer jedoch dann sogar 24 Verstorbene, darunter zwei Minderjährige.

Das Holzboot war am Montag bei einem Patrouillenflug der spanischen Luftwaffe rund 500 Kilometer südöstlich der Insel El Hierro entdeckt worden. Drei Überlebende, die sich darauf befanden, wurden umgehend mit einem Militärhubschrauber in ein Krankenhaus nach Teneriffa gebracht.

Faktor acht

Auf den Kanarischen Inseln ist die Zahl der dort eintreffenden Flüchtlinge stark gestiegen, seit die Kontrollen an der europäischen Südgrenze verschärft wurden. Im vergangenen Jahr erreichten nach Angaben des spanischen Innenministeriums exakt 23.023 Migranten die Kanaren – acht Mal so viele wie im Jahr 2019.

Die Überquerung des Atlantiks an der kürzesten Stelle zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln beträgt rund 100 Kilometer. Allerdings ist die Überfahrt hier extrem gefährlich, weil es starke Strömungen gibt.

wa/bru (afp)




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