Bundeswehr setzt Evakuierung fort | Aktuell Asien | DW

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Zur Evakuierung von Menschen aus Afghanistan ist am Mittwochmorgen ein weiteres Flugzeug der Bundeswehr Richtung Kabul gestartet. Die Maschine vom Typ A400M sei in der usbekischen Hauptstadt Taschkent abgehoben, um deutsche Staatsangehörige, Ortskräfte und gefährdete Personen aus Kabul auszufliegen, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. 

Am Dienstag hatte ein A400M der Bundeswehr die Luftbrücke zur Rettung von Deutschen und Afghanen begonnen und erste Flüge nach Taschkent durchgeführt. Drei Flugzeuge sind dort inzwischen gelandet. Von Taschkent aus geht es mit Lufthansa-Maschinen weiter nach Frankfurt am Main, wo ein erstes Flugzeug in der vergangenen Nacht mit 131 geretteten Menschen ankam.

Lufthansa Flugzeug aus Kabul landet in Frankfurt

Die erste Lufthansa-Maschine landete in der Nacht in Frankfurt.

Die Lufthansa wird in Absprache mit der Bundesregierung auch Evakuierungsflüge aus Doha in Katar und möglicherweise auch aus anderen Anrainerstaaten Afghanistans anbieten, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Für die nächsten Tage sei eine noch unbekannte Zahl von Flügen geplant.

“Wir evakuieren, solange es geht”

Der Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul steht inzwischen unter der Kontrolle des US-Militärs. Die Soldaten sollen die Sicherheit des Flughafens gewährleisten und die Evakuierungsaktionen koordinieren.

Viele Länder – darunter Deutschland – versuchen so schnell wie möglich eigene Landsleute und Afghanen auszufliegen, die etwa für die Streitkräfte anderer Staaten oder internationale Organisationen tätig waren und nun Racheaktionen der Taliban befürchten. Inzwischen haben etwa auch Frankreich und Italien Luftbrücken eingerichtet.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte, sollte eine dauerhafte Luftbrücke, in Abstimmung etwa mit der US-Regierung, zustande kommen, könnten auch mehr Transportkapazitäten bereitgestellt werden. Auf Twitter teilte das deutsche Verteidigungsministerium mit: “Wir evakuieren, solange es geht, weiter.”

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Erste evakuierte Mitarbeiter der Botschaft in Kabul waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits am Dienstagnachmittag mit einer Linienmaschine auf dem Berliner Flughafen Schönefeld gelandet. Sie waren in der Nacht zu Montag unter den ersten 40 deutschen Staatsbürgern, die mit einem US-Flugzeug nach Doha im Golfemirat Katar ausgeflogen worden waren. 

qu/ww/gri (dpa, rtr)




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