Bundeswehr startet Evakuierung aus Kabul | Aktuell Deutschland | DW

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Die Bundeswehr wolle ihre Luftbrücke so lange wie möglich aufrechterhalten, „um so viele Menschen wie möglich (aus Afghanistan) herauszuholen“, erklärte die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Am Montagabend landete auf dem Flughafen der Hauptstadt Kabul ein Transportflugzeug der Luftwaffe – mit großer Verspätung und unter schwierigen Bedingungen: Wegen chaotischer Zustände auf dem Airport-Gelände waren zwischenzeitlich gar keine Starts und Landungen möglich.

So musste der Airbus vom Typ A400M fünf Stunden lang über dem Flughafen kreisen. Sein Treibstoff hätte nicht mehr lange gereicht. Zuvor hatte bereits eine andere Transportmaschine der Bundeswehr den Anflug auf Kabul abbrechen und zum Nachtanken in die usbekische Hauptstadt Taschkent fliegen müssen.

Die beiden Flugzeuge sollen deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte, die für die Bundeswehr oder Bundesministerien gearbeitet haben oder noch arbeiten, zunächst nach Taschkent ausfliegen. Von dem dortigen Drehkreuz soll es dann mit einer Chartermaschine weiter nach Deutschland gehen. Ein dritter deutscher A400M, der für medizinische Transporte ausgerüstet ist, sowie ein Airbus A310 MRTT brachen inzwischen vom niedersächsischen Militärflugplatz in Wunstorf nach Usbekistan auf.

Drama am Airport

Reporter und Augenzeugen hatten am Montag von dramatischen Szenen auf dem Kabuler Flughafen berichtet: Aus Angst vor einer erneuten Schreckensherrschaft der radikal-islamischen Taliban versuchten Hunderte Menschen, einen Platz für einen Evakuierungsflug zu ergattern.

Afghanistan Kabul Flughafen Evakuierungen Chaos

Belagert in Kabul: Boeing der US Air Force vom Typ C-17

Videos zeigen, wie sich zahlreiche Afghanen an einen Transportflieger des US-Militärs klammerten. Für Entsetzen sorgten Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Personen aus großer Höhe aus einem Militärflugzeug fallen. Es wurde gemutmaßt, dass sie sich im Fahrwerk versteckt hatten oder sich daran festhielten.

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wa/ww (dpa, afp)




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