CDU-Spitze steht zu ihrem Vorsitzenden | Aktuell Deutschland | DW

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Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet soll nach dem Willen des Bundesvorstandes seiner Partei Kanzlerkandidat der Union werden. Das entschied das Führungsgremium der deutschen Christdemokraten in der Nacht zum Dienstag in einer Sondersitzung. Nach mehr als sechsstündigen Beratungen sprachen sich in geheimer Abstimmung 31 Vorstandsmitglieder (77,5 Prozent) für Laschet aus – und lediglich neun für seinen Kontrahenten, CSU-Chef Markus Söder. Es gab sechs Enthaltungen, wie ein Parteisprecher in Berlin weiter mitteilte.

“Ich bin bereit”

Gleich zu Beginn der Sitzung hatte Laschet seinen Anspruch auf die Kanzlerkandidatur bekräftigt. “Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen”, sagte der 60 Jahre alte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

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Möchte Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel werden: Armin Laschet vor der CDU-Zentrale

Anschließend gab es dutzende Wortmeldungen von CDU-Vorstandsmitgliedern. Viele von ihnen hoben laut Teilnehmern hervor, dass sie selbst von ihrem Parteivorsitzenden überzeugt seien, dass an der CDU-Basis aber Bayerns Regierungschef Söder in der Präferenz vorne liege. 

“Souverän” genug?

Söder hatte nach einer Sitzung des CSU-Präsidiums am Montag versichert: “Wenn die CDU souverän zu einer klaren Entscheidung kommt, werden wir das respektieren.” Er werde bei einem Votum der CDU für Laschet keinen “Groll” hegen. Wichtig für den Wahlkampf sei, dass CDU und CSU als Team aufträten.

Manche Christdemokraten haben allerdings noch Zweifel, ob Söder nun tatsächlich seinen Rückzug erklären wird. Schon vor einer Woche hatten sich CDU-Präsidium und -Bundesvorstand klar hinter Laschet gestellt. Anschließend bestand Söder aber darauf, tiefer in die CDU “hineinzuhorchen” – die Gremien reichten nicht für ein Meinungsbild, meinte er zwischenzeitlich. 

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In den vergangenen Tagen wurde dann deutlich, dass etliche CDU-Landesverbände und Gruppierungen tatsächlich lieber einen Kanzlerkandidaten Söder hätten. Immer wieder hatte der 54-Jährige – auch noch am Montag – seine erheblich besseren Umfragewerte ins Feld geführt, aus denen er größere Erfolgsaussichten bei der Bundestagswahl am 26. September ableitete. 

wa/AL (rtr, dpa, afp)




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