Chemiewaffen-Organisation bestätigt Nervengift bei Nawalny | Aktuell Deutschland | DW

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Wie die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mitteilte, enthielten Proben, die Alexej Nawalny entnommen wurden, ein Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe. In den Blut- und Urinproben seien “Cholinesterase-Hemmer” gefunden wurden. Damit bestätigte die Organisation mit Sitz in Den Haag die Nowitschok-Analyse von deutschen Laboren sowie Instituten in Schweden und Frankreich.

“Die Bundesregierung erneuert ihre Aufforderung an Russland, sich zu den Geschehnissen zu erklären”, heißt es in einer Pressemitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach seinen Angaben prüft die Bundesregierung derzeit den detaillierten Fachbericht der OPCW zu der Analyse.

Alexej Nawalny (YouTube - vDud/Reuters)

Alexej Nawalny hat das Krankenhaus derweil verlassen und unterzieht sich in Berlin einer Reha-Maßnahme

Über die nächsten Schritte werde es in den kommenden Tagen bei der OPCW und im Kreis der EU-Partner einen engen Austausch geben. “Jeder Einsatz von Chemiewaffen ist ein gravierender Vorgang und kann nicht ohne Konsequenzen bleiben”, teilte Seibert mit.

Der bekannte Kreml-Kritiker war am 20. August auf einem Flug vom sibirischen Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Zwei Tage später wurde er auf Drängen seiner Familie und Unterstützer zur Behandlung in die Berliner Universitätsklinik Charité gebracht.

Ein Bundeswehr-Speziallabor kam dann zu dem Schluss, dass der 44-Jährige mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet worden war. Moskau weist den Verdacht zurück, staatliche russische Stellen könnten Nawalny gezielt vergiftet haben. Deutschland hatte die OPCW um Unterstützung bei der Analyse von Proben Nawalnys gebeten.

Nawalny hat das Krankenhaus mittlerweile verlassen und macht in der deutschen Hauptstadt eine Reha-Maßnahme. Der Oppositionelle ist einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen sich bei ihrem nächsten Gipfel in der kommenden Woche erneut mit dem Fall befassen. Dann könnte es auch um eine gemeinsame Reaktion der 27 Mitgliedstaaten gehen.

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uh/sti (dpa, afp)




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