China macht Kanadier Kovrig den Prozess | Aktuell Asien | DW

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Seit mehr als zwei Jahren ist der Kanadier Michael Kovrig in China inhaftiert. Jetzt begann in Peking sein Prozess wegen angeblicher Spionage. Die Gegend um das Gerichtsgebäude wurde abgesperrt, kanadischen und anderen westlichen Diplomaten, darunter aus Deutschland, wurde der Zugang zum Gericht verwehrt. Er sei sehr besorgt “wegen des Mangels an Transparenz” in dem Verfahren, sagte der Geschäftsträger der kanadischen Botschaft, Jim Nickel.

Am Freitag hatte in Dandong im Nordosten Chinas bereits ein Prozess gegen den kanadischen Geschäftsmann Michael Spavor begonnen, der wie Kovrig am 10. Dezember 2018 in der Volksrepublik festgenommen worden war. Kovrig arbeitete in China als Experte für die Denkfabrik International Crisis Group. Sein Landsmann Spavor leitete ein Unternehmen zum Kulturaustausch mit Nordkorea. 

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Retourkutsche für Festnahme Mengs

Wenige Tage vor der Festnahme der beiden Kanadier war im kanadischen Vancouver die Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, auf Betreiben der US-Behörden festgesetzt worden. Diplomaten und Kritiker vermuten daher einen Vergeltungsschlag der Chinesen und beschuldigen Peking der “Geiseldiplomatie”. Im Juni 2020 wurden die beiden Kanadier offiziell der Spionage beschuldigt und angeklagt.

Die US-Regierung wirft Meng Bankbetrug im Zusammenhang mit der Umgehung der Sanktionen gegen den Iran vor. Meng steht in Kanada unter Hausarrest.

Kanada Prozess Meng Wanzhou

Meng Wanzhou, eine der Töchter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei, auf dem Weg zu einer weiteren Anhörung vor einem Gericht in Vancouver (Archivbild)

Die USA bemühen sich um ihre Auslieferung. Bei einer Verurteilung in den Vereinigten Staaten könnte ihr eine lange Haftstrafe drohen. Meng bezeichnet sich als unschuldig, wehrt sich gegen die Auslieferung und lehnte bisher ein taktisches Schuldeingeständnis ab.

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se/ack (rtr, ap, dpa, afp)

 

    




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