Corona aktuell: Rekord bei Neuinfektionen | Aktuell Welt | DW

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Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter rasch aus. Das Robert-Koch-Institut verzeichnet erstmals mehr als 16.000 Neuinfektionen an einem Tag, nachdem es am Mittwoch noch knapp 15.000 waren. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI 16.774 nachgewiesene Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden. Seit Ausbruch der Seuche wurden damit insgesamt 481.013 Infektionsfälle registriert.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 89 auf 10.272 – auch das ist ein deutlicher Anstieg. Im Kampf gegen die Infektionswelle wird im November das öffentliche Leben in der Bundesrepublik drastisch eingeschränkt. Darauf hatten sich Bund und Länder geeinigt

Traurige Spitzenreiter

Auch weltweit schnellen die Corona-Zahlen nach oben. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 44,16 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, über 1,169 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit mehr als 8,8 Millionen bestätigten Fällen und knapp 227.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

Nasenabstrichproben-Test in Indien (picture-alliance/ZUMAPRESS.com/N. Sharma)

Indien ist das Land mit den absolut gesehen meisten Corona-Fällen nach den USA

Indien hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Marke von acht Millionen Corona-Fällen durchbrochen. Binnen Tagesfrist meldeten die Behörden 49.881 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Indien stieg offiziellen Angaben zufolge um 517 auf 120.527. Brasiliens Gesundheitsministerium meldete 28.629 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 510 auf 158.456 zu.

Cyberangriffe in Zeiten von Corona

In den USA sind Krankenhäuser einer Welle von Cyberangriffen ausgesetzt. Die Bundespolizei FBI warnte vor fortlaufenden Attacken mit dem Erpressungstrojaner Ryuk. Solche Software verschlüsselt typischerweise den Inhalt von Computern und verlangt Lösegeld mit Versprechen, die Daten wieder freizugeben. Bei einer weltweiten Attacke dieser Art mit dem Trojaner WannaCry war im Mai 2017 auch die Arbeit britischer Krankenhäuser beeinträchtigt.

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IT-Sicherheitsexperten vermuten eine russische Gruppe Cyberkrimineller hinter Ryuk. Das genaue Ausmaß der aktuellen Attacken auf amerikanische Krankenhäuser blieb unklar. Laut Medienberichten waren Krankenhäuser in den Bundesstaaten New York, Oregon und Minnesota betroffen. Der Gründer der IT-Sicherheitsfirma Hold Security, Alex Holden, sagte dem Fachblog “Krebs On Security”, laut Online-Chats wollten die Angreifer Ryuk in 400 medizinischen Einrichtungen platzieren.

US-Immunologe Fauci dämpft Erwartungen auf baldigen Impfstoff

Anthony Fauci (picture-alliance/dpa/K. Dietsch)

US-Experte Fauci: “Vor Januar kein Impfstoff”

In den USA wird es nach Ansicht des renommierten Immunologen Anthony Fauci vor Januar keinen Corona-Impfstoff geben. Klinische Studien für zwei experimentelle Impfstoffe seien weit fortgeschritten, die Erteilung einer Notfallzulassung durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) sei jedoch nicht vor Januar zu erwarten, sagte Fauci in einer Videoschalte mit dem Fachmagazin “Jama Network”. Fauci sagte, “es könnte Januar sein, es könnte später sein, das wissen wir nicht”.

Faucis Äußerung stand im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt in Aussicht gestellt hat, dass es noch vor Jahresende einen Impfstoff geben werde.

EU berät über Schnelltests und Impfstoffe

Nachdem auch in Europa die Zahl der Neuinfektionen täglich neue Rekordwerte erreicht und zahlreiche EU-Staaten das öffentliche Leben immer weiter einschränken wollen die Staats- und Regierungschefs der EU in einer Video-Konferenz am Abend über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

 Reisekontrollen an der deutsch-dänischen Grenze (picture-alliance/dpa/C. Rehder)

Erneute Reisekontrollen wie hier an der dänischen Grenze, will die EU vermeiden

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen hat EU-Ratspräsident Charles Michel vorgeschlagen, Schnelltests zu nutzen, um etwa innereuropäische Reisebeschränkungen zu verhindern. Darüber hinaus soll es um die Verteilungskriterien für künftige Impfstoffe gehen und um gegenseitige Hilfe unter den Mitgliedstaaten in der Pandemie.

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Michel hatte angesichts der zweiten Infektionswelle am Dienstag gewarnt, es müsse jetzt “eine Tragödie” verhindert werden. Schon nach dem letzten EU-Gipfel in Brüssel hatte er angekündigt, dass die Staats- und Regierungschefs sich fortan regelmäßiger zu dem Thema abstimmen würden. Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte sogar wöchentliche Beratungen ins Gespräch.

bri/pg (afp, rtr, dpa)




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