Corona-Aktuell: USA melden neue Rekordwerte | Aktuell Welt | DW

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Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 94.125 neue Ansteckungsfälle erfasst. Zudem wurden 919 weitere Todesfälle registriert. Mit der jüngsten Zählung wurde der Rekord vom Vortag mit mehr als 91.000 gemeldeten Coronavirus-Neuinfektionen gebrochen.

Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn in den USA rund neun Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg insgesamt auf 229.544. Zuletzt breitete sich das neuartige Virus vor allem im Norden und im mittleren Westen der USA stark aus. In absoluten Zahlen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Die Corona-Krise ist in den USA ein zentrales Wahlkampfthema. Der Kandidat Joe Biden von den oppositionellen Demokraten hat Amtsinhaber Donald Trump wiederholt vorgeworfen, die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus verloren zu haben. Trump beschwor hingegen bei seinen jüngsten Wahlkampfauftritten vor großem Publikum ein baldiges Ende der Pandemie.

Was kommt auf die Briten zu?

Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Die “Times” meldet, dass Johnson die neuen Corona-Maßnahmen am Montag in einer Pressekonferenz ankündigen werde. Demnach solle alles geschlossen werden – abgesehen von lebenswichtigen Geschäften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Universitäten.

UK Boris Johnson (David Cliff/NurPhoto/picture-alliance)

Premier Johnson will einen Teil-Lockdown beschließen, melden mehrere Medien

Die neuen Beschränkungen könnten ab Mittwoch bis zum 1. Dezember gelten. Die “Times” zitierte eine hochrangige Regierungsquelle, nach der die Maßnahmen diskutiert würden, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen sei.

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Zusammenstöße in Spanien

Bei Protesten gegen Corona-bedingte Ausgangsbeschränkungen in Barcelona hat es Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Rund 700 Menschen waren zunächst friedlich durch die Straßen gezogen. Etwa 50 gewaltbereite Demonstranten zündeten dann aber Abfallcontainer an und warfen mit Steinen.

Spanien Proteste gegen Coronavirus-Einschränkungen in Barcelona (Nacho Doce/REUTERS)

Die Proteste in Barcelona gegen Corona-Maßnahmen hatten zunächst friedlich begonnen

Wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus gelten in Katalonien seit Mitte Oktober strenge Beschränkungen. Bars und Restaurants sind geschlossen, Bewohner der Region dürfen ihre Dörfer und Städte am Wochenende nicht entlassen. Die Polizei kontrolliert die Ausgangsbeschränkungen intensiv.

Deutsche Arbeitgeber sind nicht glücklich

In Deutschland werden die Corona-Maßnahmen der Regierung von den Arbeitgebern mit Skepsis gesehen. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kritisierte den Lockdown-Kurs der Bundesregierung. “Es mangelt der Bundesregierung an einer langfristigen Strategie”, sagte IW-Direktor Michael Hüther den Zeitungen der Funke Mediengruppe. “In den vergangenen sechs Monaten wurde es versäumt, digital aufzustocken und sich klare Konzepte zu überlegen.” Unsicherheit sei das größte Gift für die Wirtschaft. “Der Bundesregierung ist es nicht gelungen, diese Unsicherheit zu nehmen”, sagte Hüther. Niemand wisse, ob es im Dezember oder im Frühjahr weitere Lockdowns geben werde.

Brinkhaus will nichts ausschließen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus schloss unterdessen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus. Zwar sei der Plan, dass es vor Weihnachten wieder zu Lockerungen komme, sagte der CDU-Politiker. Garantieren könne das aber niemand. “Viel wird davon abhängen, ob alle mitziehen.” Dann habe man eine gute Chance, auf weitere Verschärfungen verzichten zu können. “Wenn aber flächendeckend die Leute ihr Ding machen, dann kriegen wir ein Problem”, sagte der Politiker.

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Herbsturlaub in Mecklenburg-Vorpommern fällt flach

Touristen müssen spätestens bis zum 5. November aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin an. Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden. “Natürlich gilt für die Gäste, die schon da sind, dass sie eine Zeit haben, auch wieder zurückzureisen”, sagte Schwesig.

BdT | Sonnenuntergang auf der Insel Usedom (Jens Büttner/dpa/picture-alliance)

Sonnenuntergang auf der Insel Usedom – in Corona-Zeiten nur etwas für Einheimische

Vom Montag an soll es bundesweit einen Teil-Lockdown geben. Hotels dürfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

haz/mak (dpa, rtr, afp)




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