Corona-Hotspot Mallorca bekommt schärfere Auflagen | Aktuell Europa | DW

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Das Corona-Risiko sei auf der Insel “extrem hoch”, warnte Regionalregierungschefin Francina Armengol Armengol. Die Zahl der COVID-Patienten auf Intensivstationen sei in einer Woche um 35 Prozent auf 69 Personen gestiegen. Man müsse deshalb “so weit wie möglich Nachlässigkeit und Menschenansammlungen verhindern”, sagte die sozialistische Politikerin.

Unter anderem werden Restaurants, Cafés und Kneipen auf Mallorca, der größten Insel der spanischen Inselgruppe, ab Dienstag auch werktags schon um 18.00 Uhr – also vier Stunden früher als bisher – schließen müssen. Die neuen Restriktionen sollen bis zum 11. Januar gelten. Der Ladenschluss wird von 22.00 Uhr auf 20.00 Uhr weiter vorgezogen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte sowie Läden für den Grundbedarf, wie etwa Tankstellen. Strengere Auflagen gibt es auch für Einkaufszentren und große Geschäfte mit mehr als 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen an den Wochenenden und an den Feiertagen schließen. Die nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr wird beibehalten, entgegen den Erwartungen wird sie aber in der Silvesternacht nicht gelockert.

Mallorca: Vom spanischen Corona-Musterknaben zum Problemfall

Auf den Nachbarinseln Ibiza und Menorca werden die derzeit gültigen Maßnahmen beibehalten. Nur auf Formentera, der kleinsten der vier großen Baleareninseln, wo die Ansteckungen ebenfalls anziehen, gibt es ab Dienstag auch etwas strengere Restriktionen.

Die Balearen sind lange Zeit gut durch die Corona-Krise gekommen. Seit Mitte Dezember ist die Inselgruppe aber die Region mit den höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien. Besonders dramatisch ist die Lage auf Mallorca, der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen. Dort kletterte am Sonntag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen auf 607. Noch vor einer Woche hatte dieser Inzidenzwert auf Mallorca unter 400 gelegen.

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Der Wert beziffert, wie viele Menschen sich innerhalb von zwei Wochen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infizieren. Zum Vergleich: In ganz Spanien betrug diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz nach Angaben der EU-Behörde ECDC zuletzt 249. In Deutschland liegt sie bei knapp 394. Die häufiger als Referenzgröße genannte Sieben-Tage-Inzidenz sank in der Bundesrepublik zuletzt auf 161. In Spanien insgesamt liegt dieser Wert derzeit bei 125.

Spanien gehört insgesamt zu den von Corona besonders betroffenen Staaten Europas. Seit Ausbruch der Pandemie wurden in dem Land mit rund 47 Millionen Einwohnern mehr als 1,8 Millionen Infektionen nachgewiesen. Fast 50.000 Menschen starben in Verbindung mit dem Erreger.

qu/cw (dpa, rtr)




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