Corona-Impfung: Spahn appelliert an Mediziner | Aktuell Deutschland | DW

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Pflegekräfte und medizinisches Personal aufgefordert, sich gegen den Erreger SARS-CoV-2 impfen zu lassen. “Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten”, sagte er der “Rheinischen Post”. Er bekräftigte, er werde sich “sofort impfen lassen, wenn ich an der Reihe bin”.

In Deutschland wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) bis zum Wochenende 238.809 Impfdosen des Wirkstoffs von BioNTech-Pfizer verabreicht. Es wird erwartet, dass sich das Tempo bald erhöhen könnte, sofern die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Mittwoch das Vakzin des US-Herstellers Moderna zulässt.

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Zudem hofft Spahn auf eine rasche Zulassung des Kandidaten des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca. Dieser wird von dieser Woche an in Großbritannien verimpft und weist den Vorteil auf, dass er nicht aufwändig gekühlt werden muss und daher in Hausarztpraxen verabreicht werden könnte.

“Lockdown” geht weiter

Das RKI vermeldete 9847 neu registrierte Corona-Infektionen (insgesamt: rund 1,78 Millionen) und 302 Todesfälle (34.574 seit Beginn der Pandemie). An Wochenenden wird jedoch zeitverzögert getestet und gemeldet, sodass montags gemeldete Werte in der Regel ein unvollständiges Bild liefern. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 139,4 – der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche festgestellt wurden.

Über das Wochenende war bekannt geworden, dass die Regierungen von Bund und Ländern auch über den 10. Januar hinaus das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend beschränken wollen. Ziel bleibt, die Sieben-Tage-Inzidenz unter einen Wert von 50 zu bringen, sodass die Gesundheitsämter wieder Kontakte nachverfolgen können.

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Aktuell werden Schülerinnen und Schüler in Deutschland nur aus der Ferne unterrichtet – wenn überhaupt

Bislang gibt es insbesondere noch keine Einigung über den Umgang mit Schulen und Kindertagesstätten. Länder wie Schleswig-Holstein wollen die Schulschließungen beibehalten, zum Beispiel Baden-Württemberg hingegen fordert eine teilweise Rückkehr der Schülerinnen und Schüler. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, warf Bundes- und Landesregierungen Konzeptlosigkeit vor: “Die Diskussion um gesicherten Schulunterricht und zum Betreiben von Kitas in der Corona-Pandemie ist seit dem Sommer kein Stück weitergekommen”, sagte er dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”.

Auch der Zeitraum, in dem die bisherigen Maßnahmen aufrechterhalten sollen, ist noch unklar. Mit konkreten Beschlüssen wird am Dienstag gerechnet, wenn die Regierungschefs und -chefinnen gemeinsam beraten.

ehl/qu (rtr, afp, dpa)




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