Corona-Infektionsrate weiter deutlich über Zielmarke | Aktuell Welt | DW

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Am ersten Weihnachtsfeiertag zählt das Robert-Koch-Institut (RKI) 25.533 Ansteckungsfälle mit dem Erreger SARS-CoV-2 in Deutschland binnen 24 Stunden. Damit wurden rund 8200 Neuinfektionen weniger als am Freitag vor einer Woche nachgewiesen, als mit 33.777 Infektionen der bisherige Höchstwert registriert worden war. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel die Zahl der Tests und Laboruntersuchungen sowie die Übermittlung der Daten durch die Gesundheitsämter geringer sein würden. Weitere 412 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus.

Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 in weiter Ferne

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 188,8 gesunken von zuletzt 196,2. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden. Bund und Länder streben zur Eindämmung der Pandemie einen Wert von unter 50 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz gilt als wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus.

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Noch müssen sich die Bundesbürger mit Corona-Schnelltests begnügen

Am Sonntag soll in ganz Deutschland mit ersten Impfungen gegen Corona begonnen werden. Anfangs sollen Ältere über 80 sowie Bewohner und Personal in Pflegeheimen zum Zug kommen, daneben Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko. Impfen lassen wollen sich laut einer repräsentativen Umfrage etwa zwei Drittel der Bevölkerung. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

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Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. 10 Prozent machten dazu keine Angaben.

Mexiko, Chile und Costa Rica impfen

Unterdessen haben mit Mexiko, Chile und Costa Rica erste Länder in Südamerika ihre Impfprogramme gestartet. Alle drei Länder benutzten den Impfstoff des deutschen Unternehmen BioNTech und seines US-Partners Pfizer. Allerdings ist die Impfkapazität noch gering. Chile meldet, es stünden 10.000 Impfdosen zur Verfügung. Mexiko verfügt bislang nur über 3000 Impfdosen, 53.000 weitere sollen noch vor dem Jahreswechsel geliefert werden.

In Mexiko mit seinen knapp 130 Millionen Einwohnern sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens 120.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona registriert worden – die vierthöchste Zahl weltweit. In Mexiko und Chile wurde beim publikumswirksam inszenierten Start der Impfkampagne jeweils eine Krankenschwester geimpft, in Costa Rica eine 91 Jahre alte Seniorin.

Mexiko Coronavirus - Impfung

Das Militär unterstützt in Mexiko die gerade angelaufene Impfkampagne

Weltweit sind inzwischen über 78,85 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,734 Millionen, wie eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 18,418 Millionen Infektionen und 326.333 Todesfällen.

qu/sti (dpa, afp, rtr, ap)




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