Corona: Israel macht wieder dicht | Aktuell Nahost | DW

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In Israel gelten ab kommenden Freitag wieder drastische Corona-Beschränkungen – landesweit. Das teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Artikelbild) am Sonntagabend in einer Fernseh-Ansprache mit. Klinikleiter hätten “die rote Fahne erhoben”, berichtete er. “Unser Ziel ist es, den Anstieg (der Zahl der Corona-Fälle) zu stoppen.” Bereits Mitte März hatte es einen ersten Lockdown in Israel gegeben.

Um weitere Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2- zu verhindern, sollen – zunächst für drei Wochen – Schulen und Kindergärten geschlossen werden, ebenso wie Hotels, Freizeiteinrichtungen, Restaurants und Einkaufszentren. Supermärkte und Apotheken dürfen allerdings geöffnet bleiben. Auch der öffentliche Dienst kann mit Einschränkungen weiter arbeiten.

Kleiner Bewegungsradius 

Ohne triftigen Grund darf sich ab Freitag kein Einwohner mehr weiter als 500 Meter von seinem Zuhause entfernen. Außerdem dürfen sich dann nur noch bis zu 20 Menschen im Freien und bis zu zehn Menschen in Innenräumen versammeln. Zudem soll der Eintritt zu Synagogen und anderen Gotteshäusern stark eingeschränkt oder ganz untersagt werden.

Israel I Coronavirus I Jerusalem (Getty Images/AFP/E. Dunand)

Shopping in Jerusalem – mit zu großer Ansteckungsgefahr?

Er wisse, dass die neuen Beschränkungen “einen hohen Preis von uns fordern. Dies werden nicht die Feiertage sein, die wir gewohnt sind, wir werden sicherlich nicht mit unseren Großfamilien feiern können”, sagte Netanjahu mit Blick auf die bevorstehenden jüdischen Feste Rosch Haschana, Jom Kippur und Sukkot.

Netanjahu verliert Minister

Aus Protest gegen die Maßnahmen erklärte der ultraorthodoxe Bauminister und frühere Gesundheitsminister Jakov Litzman seinen Rücktritt. Litzmans Partei Vereinigtes Tora-Judentum ist ein wichtiger Koalitionspartner Netanjahus.

Israel hat derzeit eine der weltweit höchsten Corona-Infektionsraten. Seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus registrierten die Behörden bereits mehr als 150.000 positive Tests. Die Zahl der registrierten Corona-Toten kletterte über 1100.

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wa/ack (dpa, rtr afp)




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