Corona: Kein Geld ohne ″Grünen Pass″ in Italien | Aktuell Europa | DW

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„Wir dehnen die Verpflichtung zum ‚Grünen Pass‘ auf die gesamte Arbeitswelt aus, sowohl auf den öffentlichen als auch auf den privaten Sektor“, erklärte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza. „Wir tun dies im Wesentlichen aus zwei Gründen: um diese Orte sicherer zu machen und um unsere Impfkampagne zu stärken.“

Der „Grüne Pass“ zeigt in Italien an, ob der Inhaber gegen COVID-19 geimpft ist, ob er kürzlich von der Krankheit genesen ist oder ob er in den vergangenen 48 Stunden negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde.

Sanktionen drohen

Wer ab dem 15. Oktober kein entsprechendes Zertifikat besitzt und deshalb nicht zur Arbeit erscheint, muss mit seiner Suspendierung rechnen – in öffentlichen Einrichtungen nach fünf Tagen, in der Privatwirtschaft sofort. Arbeitgebern, die keine Kontrollen durchführen, drohen hohe Bußgelder. De facto sind somit unter den Erwachsenen dann nur noch Rentner, Arbeitslose sowie Hausfrauen und Hausmänner nicht von der Passpflicht betroffen.

Roberto Speranza

Verspricht sich einen Schub für Italiens Impfkampagne: Gesundheitsminister Speranza

Derzeit muss der „Grüne Pass“ in Italien bereits in den Innenräumen von Restaurants, Kinos, Sportstadien, Zügen, Bussen und auf Inlandsflügen vorgelegt werden. Gegen seine verpflichtende Einführung hatte es vielerorts Proteste gegeben. Bei medizinischen Berufen besteht in dem südeuropäischen Land schon länger eine Impfpflicht.

Bisher sind in Italien 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft. Die Kosten für Corona-Tests dürfen bei Erwachsenen künftig maximal 15 Euro betragen, bei Kindern 8 Euro, wie die Regierung in Rom beschloss.

wa/cw (afp, dpa)




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