Corona-Live-Ticker vom 2. April: UN-Klimagipfel wird verschoben | Aktuell Welt | DW

Corona-Live-Ticker vom 2. April: UN-Klimagipfel wird verschoben | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

– Der zum Jahresende geplante Weltklimagipfel wird auf 2021 verschoben

– 13 EU-Staaten warnen vor Eingriffen in die Grundrechte wegen Covid-19

– In Deutschland ist die Zahl der Intensivbetten deutlich erhöht worden

Die Meldungen im Einzelnen – Alle Zeiten in MESZ

10.17 Uhr – Die Regierung in Thailand erlässt eine landesweite nächtliche Ausgangssperre. Sie soll ab Freitag zwischen 22.00 Uhr und 4.00 Uhr gelten. “Der Premierminister wird die Ankündigung heute Abend im nationalen Fernsehen gegen 18 Uhr machen”, sagte die eine Regierungssprecherin der Nachrichtenagentur Reuters.

10.09 Uhr – Die Corona-Krise treibt die Arbeitslosenzahl in Spanien in die Höhe: Im März seien gegenüber dem Vormonat 300.000 Erwerbslose hinzugekommen, teilt das Arbeitsministerium mit. Dies ist ein Anstieg um 9,3 Prozent. Damit sind nun insgesamt 3,5 Millionen Spanier ohne Job.

10.00 Uhr – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beeindruckt gezeigt vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise. “Ja, diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste”, sagte er in einer Videobotschaft. “Aber sie ruft auch das Beste in uns hervor. Daran, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen wir uns jetzt halten.” Man sei vielleicht zur Isolation verdammt – aber nicht zur Untätigkeit: “Jeder und jede von Ihnen kann jetzt helfen”, sagte Steinmeier. Zugleich räumte er ein, dass die Situation nicht leicht sei. “Es sind bedrückende Tage, die wir gemeinsam durchleben.”

09.56 Uhr Der Videokonferenz-Dienst Zoom, dessen Nutzung in der Coronavirus-Krise explodierte, gelobt Besserung nach Kritik an seinen Datenschutz-Vorkehrungen. Mehrere von Sicherheitsforschern aufgedeckte Sicherheitslücken seien gestopft worden, schrieb Firmenchef Eric Yuan in einem Blogeintrag.

09.41 Uhr – Griechenland hat ein Migrantenlager bei Athen abgeriegelt, nachdem 21 seiner Einwohner positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Regierung verhängte eine zweiwöchige Quarantäne. Nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe der neuen Fälle hatte Premierminister Kyriakos Mitsotakis noch den Gesundheitsschutz in den Lagern gelobt. In Griechenland werden 1415 Infizierte und 50 Tote registriert.

09.24 Uhr – EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen fordert im Kampf gegen die Pandemie mehr Solidarität in der Europäischen Union. In diesem Rahmen werde die EU für das geplante europäische Kurzarbeitergeld bis zu 100 Milliarden Euro bereitstellen, heißt es in einem Brief von der Leyens, der in der italienischen Zeitung “La Repubblica” veröffentlicht wurde. Angefangen werde mit Italien. Europa stehe Italien zur Seite.

09.19 Uhr – In China gehen die Infektionszahlen weiter zurück: Nach offiziellen Angaben gibt es 35 bestätigte Neuinfektionen. Zudem seien sechs weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilen die Behörden mit. Damit liegt die Gesamtzahl der Infektionen bei knapp 81.600. Die Zahl der Verstorbenen beträgt 3318. Am Mittwoch waren noch 36 Neuinfektionen und sieben Todesfälle gemeldet worden.

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08.53 Uhr – Bundesumweltministerin Svenja Schulze warnt angesichts der Corona-Krise davor, das europäische Klimaschutzvorhaben “Green Deal” in Frage zu stellen. “Der Klimawandel geht nicht einfach weg”, sagt Schulze. Die SPD-Politikerin drängt vor allem darauf, Konjunkturprogramme zur Wiederbelebung der Wirtschaft ökologisch auszurichten.     

08.35 Uhr – Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, hat Erwartungen an eine rasche Wiedereröffnung der Schulen nach den Osterferien gedämpft. “Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können”, macht Hubig deutlich.

08.27 Uhr – Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung der Philippinen das Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit angeordnet. Die Pflicht gilt für die Hauptinsel Luzon, wo mehr als die Hälfte der mehr als 100 Millionen Einwohner leben. Mitte März erließen die Behörden bereits strenge Ausgangsbeschränkungen.

08.25 Uhr – Experten gehen davon aus, dass man nach einer überstandenen Infektion mit Sars-CoV-2 für begrenzte Zeit immun gegen den Erreger ist. Der Mensch bilde nach der Ansteckung mit dem Coronavirus Antikörper, erklären die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und Friedemann Weber, Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Gießen. Der Immunschutz halte – nach jetzigem Kenntnisstand – dann ein bis zwei Jahre an. Ähnlich sieht dies der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Thomas Kamradt.

08.14 Uhr –  Israels Gesundheitsminister Jakov Litzman (71) und seine Frau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des  Gesundheitsministeriums fühlen sie sich gut. Laut TV-Berichten muss sich jetzt wohl auch wieder der amtierende Regierungschef Benjamin Netanjahu in Quarantäne begeben. Er hatte erst am Mittwoch eine Selbstisolation beendet, nachdem bei seiner Mitarbeiterin die Lungenkrankheit diagnostiziert worden war.

07.56 Uhr – Nach der Absage des Tennisturniers von Wimbledon wird wohl ein weiteres Monument des britischen Sports der Coronakrise zum Opfer fallen. Laut einem Bericht des Fachmagazin Golf Digest werden auch die British Open der Profigolfer gestrichen. Das Turnier sollte vom 16. bis 19. Juli im Royal St George’s Golf Club in Sandwich ausgetragen werden. 

07.30 Uhr – Die Bundeswehr hat ein 15.000 Soldatinnen und Soldaten starkes Team zur zivilen Hilfe in der Virus-Krise aufgestellt. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien, sagt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD. 

06.54 Uhr – Die Kliniken in Deutschland haben wegen der Corona-Krise die Zahl der Intensivbetten von 28.000 auf knapp 40.000 erhöht. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, geht davon aus, dass von diesen etwa 15.000 bis 20.000 Betten noch frei sind. Die Zahl der Beatmungsgeräte wurde nach seinen Worten auf etwa 30.000 aufgestockt.

06.27 Uhr – Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch etwa 12.000 Deutsche, sollen von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst komplett gestoppt hatte, kündigt einen entsprechenden Plan an.

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06.11 Uhr – In Deutschland ist die Zahl der Infizierten und der Toten binnen 24 Stunden wieder deutlich gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 73.522 bestätigte Infektionsfälle, 6156 mehr als am Mittwoch. 872 Menschen seien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore spricht dagegen von knapp 78.000 Infizierten und 931 Todesfällen. Besonders betroffen von der Pandemie sind weiter Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

05.52 Uhr –  Auch der US-amerikanische Jazzpianist Ellis Marsalis ist nach Angaben seiner Familie an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Der Musiker und Jazzpädagoge aus New Orleans wurde 85 Jahre alt.

Ellis Marsalis Jazzpianist (Jewel Samad/AFP/Getty Images)

Ellis Marsalis 2009 bei einem Workshop mit Musikern im Weißen Haus in Washington

05.13 Uhr – Den deutschen Bundesländern liegen nach Informationen der Zeitung “Die Welt” mehr als eine Million Anträge auf staatliche Soforthilfen von Soloselbstständigen und Kleinstunternehmern vor. An der Spitze liegen demnach Nordrhein-Westfalen (310.000), Bayern (210.900) und Baden-Württemberg (190.000). Bewilligt oder sogar schon ausgezahlt wurden bislang Zuschüsse des Bundes und der Länder in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, heißt es weiter.

04.32 Uhr – Deutsche Krankenhäuser haben inzwischen 113 mit dem Coronavirus infizierte Patienten aus EU-Partnerländern aufgenommen. 85 davon wurden aus überlasteten französischen Gebieten nach Deutschland gebracht, 26 aus Italien und zwei aus den Niederlanden. Das teilt das Auswärtige Amt mit.

04.17 Uhr – British Airways (BA) wird voraussichtlich eine Suspendierung von etwa 36.000 Mitarbeitern ankündigen. Die Fluggesellschaft habe mit der Gewerkschaft Unite vereinbart, 80 Prozent der Arbeitsplätze auszusetzen, berichtet BBC News. Betroffen seien vor allem Kabinen- und Bodenpersonal, sowie Ingenieure und Beschäftigte in der Zentrale. Nach Angaben des Senders sollen keine Entlassungen erfolgen.

Coronavirus Philippinen Manila Marcus Chu mit Gesichtsschutzschild aus 3D-Drucker (Reuters/Gifford Chu)

Marcus Chu mit einem von ihm gedruckten Gesichtsschutzschild

03.25 Uhr Ein Schuljunge auf den Philippinen nutzt seine Freizeit, um mit seinem 3D-Heimdrucker medizinische Plastik-Visiere herzustellen. Marcus Chu, 16, hat bislang mehr als 80 der Gesichtsschutze gefertigt, wie sie bei medizinischem Personal eingesetzt werden. Chu sagt, sein 3D-Drucker sei ein Weihnachtsgeschenk, das genau zur richtigen Zeit gekommen sei.

03.18 Uhr – Das US-Militär verstärkt seine Präsenz an der südlichen US-Grenze zu Mexiko. Die zusätzlichen Soldaten sollten mithelfen, die USA vor möglicherweise infizierten Migranten zu schützen, die über die Grenze wollten, erklärt General Terrence O’Shaughnessy Journalisten in einer Telefonkonferenz.

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02.56 Uhr – Der US-Musiker Adam Schlesinger, der auch als Filmkomponist bekannt wurde, ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dies teilt sein Anwalt mit. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt.

US-Musiker Adam Schlesinger an Coronavirus gestorben (picture-alliance/dpa/AP/Invision/R. Shotwell)

Adam Schlesinger

02.16 Uhr – 13 Mitgliedstaaten der EU haben in einer offensichtlich auf Ungarn bezogenen Erklärung vor nachhaltigen Eingriffen in die Grundrechte im Zuge der Corona-Krise gewarnt. Die Unterzeichnerstaaten zeigten sich in dem Statement “tief besorgt” über Risiken für die Rechtsstaatlichkeit, die durch “bestimmte Notfallmaßnahmen” entstehen könnten. Die Erklärung wurde auch von Deutschland unterzeichnet.

02.09 Uhr – US-Präsident Donald Trump erwägt im Kampf gegen das Corona-Virus die Einstellung des Flugverkehrs in Städte mit vielen Coronavirus-Infektionen. Betroffen wären dann New York, New Orleans und Detroit.

1.37 Uhr – Wegen der Ausbreitung des Coronavirus an Bord des US-Flugzeugträgers “USS Theodore Roosevelt” verlassen 2700 Besatzungsmitglieder das Schiff. Rund 1000 Soldaten seien bereits von Bord gegangen, in den kommenden Tagen folgten die restlichen, so der amtierende Marineminister Thomas Modly. Man suche weiter nach Möglichkeiten, die Soldaten außerhalb des Schiffs zu isolieren. Der Flugzeugträger ankert derzeit vor der Pazifikinsel Guam.

0.36 Uhr – Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat vor schweren Schäden für die Grundrechte gewarnt, sollten die Restriktionen in der Corona-Krise lange andauern. Er halte die derzeitigen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zwar für rechtmäßig, sagt Papier der “Süddeutschen Zeitung”. Doch sehe er die Gefahr einer “Erosion des Rechtsstaats”, sollten sich die “extremen Eingriffe in die Freiheit aller” noch lange hinziehen.

0.15 Uhr – Die für November im schottischen Glasgow geplante UN-Klimakonferenz ist wegen der Coronavirus-Pandemie für unbestimmte Zeit verschoben worden. Ein neuer Termin für 2021 solle später genannt werden, teilt die britische Regierung mit. UN-Klimaschutzsekretärin Patricia Espinosa warnte die Weltbevölkerung davor, die Bedrohung des Erdklimas aus den Augen zu verlieren.

mm/se/mak (alle Agenturen, rki, coronavirus.jhu.edu) 




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