Corona-Live-Ticker vom 3. April: Wieder 900 Tote in Spanien | Aktuell Welt | DW

Corona-Live-Ticker vom 3. April: Wieder 900 Tote in Spanien | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze

– In Spanien ist die Opferzahl auf 10.950 gestiegen
– Kanzlerin Merkel hat ihre Quarantäne beendet
– In Norwegen und der Türkei steigt die Arbeitslosigkeit

Die Meldungen im Einzelnen – Alle Zeiten in MESZ 

13.33 Uhr – In Südafrika hat eine Rückholaktion für Tausende festsitzende deutsche und andere europäische Touristen begonnen. Nach Botschaftsangaben sollen zwei Flugzeuge mit jeweils 300 Passagieren an Bord Richtung Deutschland abheben. Weitere sollen folgen. Die Passagiere müssen zuvor negativ getestet worden sein. Infizierte Urlauber müssen sich im Land in Quarantäne begeben.

13.21 Uhr – In der Diskussion über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hat Regierungssprecher Steffen Seibert nochmals um Geduld gebeten. Es sei noch zu früh, um Maßnahmen zu lockern. In der Bundesregierung werde dennoch über spätere Schritte nachgedacht. Das müsse man gedanklich vorbereiten, aber jetzt zähle die Botschaft des Durchhaltens.

13.06 Uhr – Eine interdisziplinäre Forschergruppe hat in einem Stufenplan erstmals detaillierte Schritte aufgezeigt, wie Deutschland aus dem Ausnahmezustand herausfinden könnte. In dem Papier schlugen die Wirtschaftswissenschaftler und Ärzte vor, dass zuerst Sektoren mit geringer Ansteckungsgefahr wie hochautomatisierte Fabriken, Schulen und Hochschulen wieder den Betrieb aufnehmen. Eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen solle zugleich die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der Pandemie sicherstellen. 

13.00 Uhr – Bei zuletzt deutlichem Rückgang der täglichen Neuinfektionen hat die Zahl der bisher in Südkorea erfassten Fälle die 10.000-er Marke überschritten. Zuletzt seien 86 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden. Südkorea gilt auch dank seines umfangreichen Testprogramms als Vorbild für die Eindämmung des Virus. Mehr als zwei Monate nach dem ersten Sars-CoV-2-Nachweis im Land wurden bislang offiziell 10.062 Fälle gemeldet. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit dem Virus kletterte um fünf auf 174.

12.25 Uhr – Die katholische Hilfsorganisation Caritas International hat vor einer Ausbreitung des Coronavirus in Afrika gewarnt. Dort könne die Covid-19-Krankheit noch verheerendere Folgen haben als etwa in den westlichen Staaten, sagte Caritas-Generalsekretär Aloysius John. Aus den Ebola-Ausbrüchen habe man gelernt, dass es wichtig sei, die Menschen auch in abgelegenen Regionen über Vorsorgemaßnahmen zu informieren.

12.25 Uhr – Nach Panama setzt auch Peru auf Geschlechtertrennung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Frauen und Männer dürften demnach nur an getrennten Wochentagen die Wohnung verlassen, um einzukaufen, kündigte Präsident Martín Vizcarra an. Sonntags gilt ein komplettes Ausgehverbot. Die drastischen Maßnahmen sollen vorerst bis zum 12. April gelten.

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12.06 Uhr – In London eröffnet nach weniger als zwei Wochen Bauzeit an diesem Freitag ein Not-Lazarett . Das Nightingale-Hospital in den Docklands im Osten der Stadt soll anfangs bis zu 500, später bis zu 4000 Patienten aufnehmen können. Es ist die erste von sechs Notkliniken, die im gesamten Land entstehen sollen.

12.04 Uhr – Russland unterstützt Serbien im Kampf gegen die Pandemie mit Hilfsgütern. Elf Militärflugzeuge mit medizinischer Ausrüstung würden nach Serbien geschickt, teilt das Moskauer Verteidigungsministerium mit. Ähnliche Lieferungen aus Russland gingen schon nach Italien und in die USA. In Russland selbst steigt allerdings die Kritik an den Hilfen, weil dort Schutzausrüstung vielerorts fehlt.

11.59 Uhr –In Norwegen haben sich im März so viele Menschen arbeitslos gemeldet wie noch nie zuvor seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wie die Regierung mitteilte, sind derzeit mehr als 300.000 Personen als arbeitssuchend gemeldet. Die Vollzeitarbeitslosenquote stieg von 2,3 Prozent im Februar auf 10,7 Prozent.

11.46 Uhr –Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Selbstquarantäne beendet und arbeitet wieder im Kanzleramt. Sie sei mehrmals negativ auf Coronavirus getestet worden, teilte ein Regierungssprecher mit. Merkel hatte sich selbst unter Quarantäne gestellt und von zu Hause aus gearbeitet, nachdem sie Kontakt zu einem infizierten Arzt hatte.

11.42 Uhr – In Spanien steigen die Todeszahlen unvermindert an. Den zweiten Tag in Folge seien mehr als 900 Menschen gestorben, gab das Gesundheitsminsterium bekannt. Damit stieg die Opferzahl auf knapp 10.950. Mehr als 118.000 Menschen haben sich offiziell mit dem Virus infiziert.

11.35 Uhr – Mehr als zwei Millionen Arbeiter in der Türkei haben nach Angaben der Oppositoon aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus-Ausbruchs ihren Arbeitsplatz verloren. Der Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, sagte, dass rund 400.000 Unternehmen wegen der Maßnahmen geschlossen worden seien. Die ersten offiziellen Arbeitsmarktdaten für März werden erst im Mai veröffentlicht.  In der Türkei sind rund 18.000 Fälle registriert, mehr als 350 Menschen starben.

11.22 Uhr – König Salman von Saudi-Arabien hat die Auszahlung von umgerechnet bis zu 2,4 Milliarden Dollar für mehr als 1,2 Millionen Bürger angeordnet. Das Geld ist als finanzielle Unterstützung für Menschen gedacht, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen sind.

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11.11 Uhr – Die Regierung in Malaysia meldet 217 neue Coronavirus-Fälle. Damit stieg die Gesamtzahl auf 3.333, die höchste in Südostasien. Das Gesundheitsministerium registrierte insgesamt 53 Todesfälle, davon drei neue.

10.56 Uhr – Die deutschen Einzelhändler rufen zum Verzicht auf Hamsterkäufe für die Ostertage auf. “Gehen Sie vorausschauend einkaufen. Überlegen Sie bereits jetzt, was Sie für die Feiertage benötigen”, appelliert der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. Aufgrund der Abstandsregelungen und Zugangsbeschränkungen könnten derzeit nicht so viele Kunden bedient werden wie üblich.

10.52 Uhr – Australien weigert sich, vom Coronavirus betroffene Kreuzfahrtschiffe in seinen Häfen anlegen zu lassen. Schätzungen zufolge liegen mehr als ein Dutzend Schiffe mit insgesamt rund 15.000 Besatzungsmitgliedern vor Australiens Küsten, auf einigen von ihnen ist die Krankheit ausgebrochen. “Wir haben alle diese Schiffe angewiesen, australische Gewässer zu verlassen”, sagte Grenzschutzchef Michael Outram. Schätzungen zufolge stehen fast zehn Prozent der mehr als 5000 Corona-Fälle in Australien im Zusammenhang mit Kreuzfahrten.

Coronavirus Australien Fremantle Kreuzfahrtschiff Artania soll Gewässer verlassen (Getty Images/P. Kane)

Das Kreuzfahrtschiff Artania ankert vor der australischen Küste

10.41 Uhr – Die Weltbank unterstützt die Bekämpfung des Virus in Afghanistan mit 100 Millionen US-Dollar. Die Mittel sind vor allem zum Ausbau von Labors, der Basisgesundheitsversorgung und der Intensivmedizin vorgesehen. In Afghanistan wurden bislang 273 Corona-Fälle und sechs Tote registriert. Die Provinz Herat ist besonders stark betroffen, weil sie an den Iran grenzt.

10.24 Uhr – Das Robert-Koch-Institut hofft in den nächsten Tagen auf ein Nachlassen der Epidemie. Die Einschränkungen wirkten, sagt  Instituts-Chef Lothar Wieler. Es sei gelungen die Reproduktionsrate bei den Infektionen auf eins zu drücken. Das heißt, dass ein Infizierter nur jeweils einen wieder ansteckt. Er hoffe, dass die Zahl in den nächsten Tagen unter eins sinke. In dem Fall geht dann über die Zeit auch die Zahl der Erkrankungen zurück.

10.17 Uhr – Die britische Regierung rechnet mit dem Höhepunkt der Krankheitswelle in den kommenden Wochen und damit etwas früher als bisher. Die neue Prognose hätten Modellrechnungen ergeben, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC. “Aber das hängt stark davon ab, wie viele Menschen sich an die Regeln zur Kontaktvermeidung halten.”

10.03 Uhr – Der erste Flug zur Rückführung gestrandeter deutscher Staatsbürger ist von Neuseeland aus gestartet. Das Flugzeug mit bis zu 342 Passagieren wird voraussichtlich am frühen Samstagmorgen auf dem Frankfurter Flughafen landen. Weitere Rückführungsflüge werden in den kommenden Tagen starten.  Nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington haben sich mehr als 12.000 Deutsche für das Rückführungsprogramm angemeldet.

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09.51 Uhr – Führende Rabbiner weltweit haben Juden für den am heutigen Freitagabend beginnenden Sabbat zum Gebet wegen der Pandemie aufgerufen. Es gehe darum, den Sabbat gemeinsam zu begehen, um sich gegenseitig zu unterstützen und für das Wohlergehen der anderen zu beten, hieß es in einer Mitteilung zum Schreiben der elf Rabbiner. Darunter sind jüdische Geistliche aus Israel, Italien, Frankreich und Argentinien.

09.48 Uhr – In Spanien schlagen die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Epidemie auf die Dienstleistungsbranche durch. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für diesen Sektor rutscht auf ein Rekordtief von 23,0 Punkten nach 52,1 im Februar. Vor allem Hotels und Restaurants leiden unter der Ausgangssperre und dem Ausbleiben der Touristen.

09.35 Uhr – Die Minister der Opec+-Staaten wollen nach Angaben der Republik Aserbaidschan am Montag per Videokonferenz über die Lage auf dem Energiemarkt beraten. Das Treffen sei ausgerichtet auf eine Stabilisierung des Ölmarkts meldet die Agentur Interfax. Angesichts des jüngsten Preissturzes war ein solches Treffen erwartet worden.

09.27 Uhr – Die US-Wirtschaft wird nach Prognose der Großbank Morgan Stanley in diesem Jahr so stark einbrechen wie seit 1946 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 5,5 Prozent schrumpfen, sagen die Analysten voraus. Im gerade begonnenen zweiten Quartal werde es sogar einen Einbruch um 38 Prozent geben.

09.22 Uhr – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass in Deutschland in den nächsten zwei Wochen jeder schwerkranke Covid-19-Patient versorgt werden kann. Verbandspräsident Gerald Gaß sagte im Sender n-tv, derzeit würden 2500 Patienten in deutschen Krankenhäusern beatmet. Es gebe noch gut 10.000 freie Beatmungsplätze.




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