Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen sprunghaft auf über 4000 | Aktuell Deutschland | DW

Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen sprunghaft auf über 4000 | Aktuell Deutschland | DW

0 Von


Hiobsbotschaft aus Berlin: Das Robert Koch-Institut (RKI) teilte am Morgen mit, die Gesundheitsämter hätten 4058 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind 1230 mehr als am Mittwoch, als mit 2828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet worden war. Ein höherer als der aktuelle Wert war zuletzt in der ersten Aprilwoche erreicht worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 310.144 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9578. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 269.600 Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Instituts überstanden. Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der 40. Kalenderwoche, also in der Woche bis zum 2. Oktober 2020, bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent gewesen.

Gesundheitsämter bald überlastet?

Erst am Mittwoch hatte die Bundesregierung vor einem Verlust der Nachverfolgbarkeit bei der Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. “Wir haben sprunghaft ansteigende Zahlen, insbesondere in einigen deutschen Großstädten, auch in der Hauptstadt”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Fälle seien nicht mehr einem einzelnen Ausbruchsgeschehen zuzuordnen. Das lasse befürchten, “dass es zu einer weiteren diffusen Verbreitung des Virus kommen kann”, sagte Seibert.

Die Gesundheitsämter müssten weiterhin in der Lage bleiben, Infektionsketten zu verfolgen und zügig zu unterbrechen. “Mit steigenden Zahlen ist einfach zu befürchten, dass Gesundheitsämter an den Rand oder über den Rand ihrer Fähigkeiten hinaus kommen”, betonte der Sprecher. “Die Pandemie werden wir nur eindämmen können, wenn wir die Infektionsketten erkennen und durchbrechen.”

Empfehlung:   Corona-Live-Ticker vom 21. April: Trump will US-Ölindustrie helfen | Aktuell Welt | DW

Reisen auch im Inland immer schwieriger

Als Reaktion auf die steigenden Fallzahlen hatten die Bundesländer am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

Fünf Länder gaben zu dem Beschluss aber abweichende Erklärungen ab. Thüringen machte deutlich, dass es ein Beherbergungsverbot nicht mittragen wolle, Berlin will zumindest nicht sofort einsteigen. Niedersachsen und Bremen wollen prüfen. Mecklenburg-Vorpommern will bei noch strengeren Quarantäneregeln bleiben.

Bürger aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen müssen sich im Herbst also bei Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands auf erhebliche Schwierigkeiten gefasst machen. Doch auch Reisen ins Ausland sind alles andere als einfach. Nach einer Aktualisierung der Liste mit Corona-Risikogebieten bleiben unter dem Strich nur noch wenige Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird. Dazu zählen die beliebten Urlaubsländer Italien, Griechenland, Zypern und Malta.

kle/pg (dpa, rtr, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.