Corona-Pandemie erreicht die Antarktis | Aktuell Welt | DW

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Bei den mit dem Erreger SARS-CoV-2-Infizierten handele es sich um 26 Mitglieder des Militärs und 10 zivile Personen einer Wartungsfirma, berichteten chilenische Medien unter Berufung auf die Armee, die die Forschungsstation Bernardo O’Higgins betreibt. Die Betroffenen wurden in die chilenische Stadt Punta Arenas in Patagonien gebracht, dem Ausgangspunkt vieler Antarktis-Expeditionen.

Die Nachricht von den Corona-Infektionen kommt nur wenige Tage nachdem die chilenische Marine drei Fälle auf dem Schiff “Sargento Aldea” bestätigt hat, das Vorräte und Personal zu der Forschungsstation gebracht hatte. Die komplette Crew sei vor der Abfahrt in die Antarktis PCR-Tests unterzogen worden. Alle Ergebnisse seien negativ ausgefallen.

Über Monate war der Südkontinent einer der letzten Orte gewesen, in denen man sich in geschlossenen Räumen beruhigt unter Leuten aufhalten konnte. Strenge Maßnahmen trugen dazu bei, einen Corona-Ausbruch zu vermeiden. Länder mit Forschungsstationen in der Antarktis sprachen schnell Verbote für Kreuzfahrtschiffe und andere Besucher aus, die keine lebenswichtigen Vorräte liefern. So verwandelte sich jede der mehr als 80 Forschungsstationen, in denen zeitweise bis zu 4000 Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten, in eine eigene Blase.

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Die Station Bernardo O’Higgins liegt auf der nördlichsten Spitze der Antarktischen Halbinsel. Sie ist eine von mehr als einem Dutzend chilenischer Stationen auf dem Kontinent und nach Bernardo O’Higgins Riquelme benannt, der für die Unabhängigkeit von Spanien kämpfte.

Die Station wurde 1948 errichtet und ist damit eine der am längsten durchgehend betriebenen in der Antarktis. In unmittelbarer Nähe wurde 1991 die deutsche Satellitenbodenstation “Gars-O’Higgins” des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt errichtet.

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qu/gri (dpa, afp)




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