Coronavirus: Ermahnungen und Krisensitzungen | Aktuell Deutschland | DW

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Wegen steigender Corona-Neuinfektionen fordert CSU-Chef Markus Söder ein einheitliches Bußgeld und härtere Strafen für Maskenverweigerer in Deutschland. “50 Euro sind zu wenig”, sagte der bayerische Ministerpräsident der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Söder findet: “Es braucht 250 Euro bei einem Verstoß, bei Wiederholungen 500 Euro.” Außerdem könne es sinnvoll sein, an öffentlichen Plätzen, wo heute noch Partys unter offenem Himmel gefeiert würden, “auch im Freien eine Maskenpflicht einzuführen”. Der CSU-Chef mahnte ein konsequentes Handeln an. Ein weitgehendes Lahmlegen des öffentlichen Lebens und ein Schließen der Schulen wie im Frühjahr, den sogenannten Lockdown, will die Politik möglichst vermeiden.

Illegale Party aufgelöst

In München löste die bayerische Polizei eine illegale Party auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs auf. Ein Anrufer habe die Beamten alarmiert und von 100 bis 150 Gästen gesprochen, sagte ein Behördensprecher. Als Kräfte der Bundespolizei und der Polizei gegen 7.00 Uhr morgens anrückten, fanden sie allerdings nur noch rund 25 Menschen. Andere hätten möglicherweise vor Eintreffen der Beamten das Weite gesucht. Die Partygäste wurden angezeigt, unter anderem weil sie ohne Mundschutz und Abstand gefeiert haben sollen. In der Nacht zuvor hatten Beamte eine Feier von mehr als 100 jungen Menschen im rheinland-pfälzischen Trier aufgelöst

Die Zahl des Sonntags: 3483

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 3483 Neuinfektionen in Deutschland und damit einen Anstieg der Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 322.864. Die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Krankheitserreger gestorben sind, stieg um elf auf 9615. Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4000 neue Fälle registriert worden, allein am Samstag 4721. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als werktags, weil die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten melden.

Berlin Eingang Robert-Koch-Institut Schriftzug (picture-alliance/Winfried Rothermel)

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Das Robert Koch-Institut in Berlin

Sondersitzung in NRW

In Nordrhein-Westfalen berät die Landesregierung in einer Sondersitzung über die Lage in der Corona-Epidemie. Am Nachmittag will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über das weitere Vorgehen informieren. Unter anderem Köln gehört zu den Risikogebieten in Deutschland. In solchen Regionen sind in sieben Tagen mehr als 50 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner registriert worden. Auch in Essen wurde dieser Wert nun überschritten, wie die Behörden mitteilten. Weitere Risikogebiete sind unter anderem Berlin, Frankfurt am Main und Stuttgart.

ml/kle (dpa, afp)




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