Delta-Variante zwingt Johnson zur Notbremsung | Aktuell Europa | DW

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“Ich denke, es ist sinnvoll, noch ein wenig länger zu warten”, sagte Premierminister Boris Johnson. Er sei zuversichtlich, dass vier Wochen ausreichen dürften. “Wenn wir jetzt vorsichtig sind, haben wir in den kommenden vier Wochen die Chance, viele Tausende Leben durch die Impfung von Millionen weiteren Menschen zu retten.”

Mehr Freiheiten ab Mitte Juli?

Ursprünglich sollten auf der Insel die meisten Einschränkungen am 21. Juni aufgehoben werden. Nun wird der 19. Juli angepeilt. Die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante ist Behörden zufolge um 60 Prozent ansteckender als die bislang in Großbritannien vor allem verbreitete Alpha-Variante. Johnson sprach von einer Zunahme der neuen Positiv-Tests um gegenwärtig 64 Prozent pro Woche und einem Anstieg der Intensivfälle. Der wissenschaftliche Berater der Regierung, Patrick Vallance, erklärte, die Verschiebung der Lockerung dürfte den zu erwarteten Höchststand um 30 bis 50 Prozent absenken.

Johnson zufolge soll die Zeit genutzt werden, um das Impfprogramm des Landes zu beschleunigen. Dabei liegt Großbritannien bereits weltweit mit an der Spitze: Etwa 57 Prozent der Bevölkerung hat die Impfung abgeschlossen.

Die Bundesregierung hat das Vereinigte Königreich wegen der Ausbreitung der Delta-Variante erneut als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, dass lediglich deutsche Staatsbürger und wenige andere Ausnahmefälle überhaupt von dort aus einreisen dürfen, sich aber für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Auch die britische Regierung setzt für die meisten Länder weiterhin auf strikte Quarantäneregeln: Einreisende aus Deutschland müssen für zehn Tagen in Quarantäne – mit der Möglichkeit, sich frühestens am fünften Tag mit einem negativen Test zu befreien.

haz/ack (rtr, dpa)




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