Deutsche Bahn will mit ICE-Sprintern Airlines Konkurrenz machen | Wirtschaft | DW

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Die Bahn will in Deutschland Inlandsflüge unattraktiver machen: Dazu soll es ab Dezember mehr sogenannte Sprinter-Verbindungen geben – ICEs, die von einer Metropole zur andere rasen – mit wenigen Haltebahnhöfen zwischendurch.

Auf acht der zehn stärksten innerdeutschen Flugstrecken biete die Bahn ab 2022 eine „schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Flugzeug“, teilte der Konzern mit. Demnach soll unter anderem zwischen Berlin und Köln künftig dreimal täglich ein Sprinter in unter vier Stunden fahren – eine halbe Stunde schneller als bisher.

Mit „neuen Sprinterverbindungen am Tagesrand“ wirbt die Bahn dabei auch um Geschäftskunden. So sei es möglich, durch die Fahrt mit dem Intercity Express „morgens frühere Termine wahrzunehmen und abends wieder zu Hause zu sein“. Neue schnelle Verbindungen gibt es laut mit dem neuen Fahrplan unter anderem zwischen Berlin und München und zwischen Hamburg über Hannover nach Frankfurt zum Rhein-Main-Airport.

Mit neuem ICE 4 ins Rennen

Um der steigenden Zahl der Fahrgäste gerecht zu werden, will das Unternehmen zudem im kommenden Jahr mehr neue ICE 4 einsetzen, die 918 Reisende befördern können. So soll schrittweise der gute alte Lok-bespannten Intercity ersetzt werden. Der XXL-ICE könne „fünfmal so viele Menschen befördern wie ein Mittelstreckenflugzeug“, wirbt die Bahn. Derzeit kommt alle drei Wochen ein neuer ICE 4 in die Flotte.

ICE-4-Zug auf der Strecke Hamburg-Berlin

ICE-4-Zug auf der Strecke Hamburg-Berlin: Alle drei Wochen ein Neuer

Der neue DB-Fahrplan gilt ab dem 12. Dezember, Fahrkarten sind ab dem 13. Oktober erhältlich. „Wir wollen noch mehr Bahn in der Fläche Deutschlands“, kündigte Bahn-Fernverkehrschef Michael Peterson an. Selten sei „Klimaschutz so einfach und angenehm“ gewesen.

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Wermutstropfen: Mit dem neuen Fahrplan erhöht die Bahn auch die Preise. Wie der Konzern bereits Anfang des Monats bekanntgegeben hatte, steigen sie zum Fahrplanwechsel um durchschnittlich 1,9 Prozent im Fernverkehr. Die Preissteigerungen liegen laut Konzern damit „deutlich“ unter der Inflationsrate von aktuell 4,1 Prozent.

AR/hb(afp, dpa)




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