Deutsche Bischöfe gedenken der Corona-Toten | Aktuell Deutschland | DW

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In Limburg erinnerte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, an die Schicksale der Verstorbenen und ihrer Angehörigen. Er lobte auch den aufopferungsvollen Dienst von Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern.

“Hinter den “kaum begreiflichen Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale”, betonte Bätzing. Und weiter: “Im Gebet sind wir unseren Verstorbenen nah.” Zugleich lud der Bischof dazu ein, sich Zeit zum Abschiednehmen und Trauern zu nehmen: Der Blick auf das Kreuz und auf Ostern, auf das Fest der Auferstehung Christi, möge “trösten und Kraft schenken”.

“Zeichen der Solidarität”

Bätzing sieht in den Gottesdiensten in vielen Ländern Europas ein gutes Zeichen. “Jedes Land in Europa hat die volle Wucht der Pandemie erfahren”, sagte er. Vielen seien die Bilder aus Bergamo unvergessen in Erinnerung“Eine Herausforderung” – Als Seelsorger an Sterbebetten in Zeiten von Corona. “Ich empfinde dieses grenzüberschreitende Gedenken und Beten als beeindruckendes Zeichen der Solidarität und geschwisterlichen Verbundenheit.”

Im Bamberger Dom stand das Kunigundenfest ebenfalls im Zeichen des Gedenkens. Die Bistumspatronin habe ein Herz für die Notleidenden, Besorgten, Kranken und Toten sowie die Trauernden gehabt, erinnerte Erzbischof Ludwig Schick. In seiner Predigt sagte er, jede und jeder könne etwas dazu beitragen, die Krise und ihre Folgen zu bewältigen.

Ludwig Schick | Erzbischof von Bamberg

Der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick (Archivbild)

“Diese Zahlen übersteigen unsere Vorstellung”

An die bislang rund zweieinhalb Millionen COVID-19-Toten, davon rund 70.000 in Deutschland, erinnerte auch Münsters Bischof Felix Genn im Sankt-Paulus-Dom. “Diese Zahlen übersteigen unsere Vorstellung”, sagte er. Hinter jeder Zahl stünden Menschen, die um die Toten trauerten, “die sich den irdischen Abschied von ihren Lieben so nicht vorgestellt haben”. 

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Auch in anderen Bistümern gedachten Bischöfe in Gottesdiensten der Corona-Toten und erinnerten an die Angehörigen, die aktuell Erkrankten und die vielen Menschen, die sich um sie kümmerten.

Die bundesweiten Gottesdienste mit den katholischen deutschen Bischöfen gehen auf eine Initiative des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen zurück. Dieser hatte dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen wurde, folgte Deutschland der Initiative am Samstag.

hf/kle (kna, epd, dpa)




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