Deutschland demonstriert am Tag der Arbeit | Aktuell Deutschland | DW

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte zum Tag der Arbeit traditionsgemäß in Dutzenden Städten zu Aktionen aufgerufen. In Frankfurt am Main zum Beispiel waren mehr als 3000 Teilnehmer bei der Kundgebung am Opernplatz. In Leipzig nahmen 500 Menschen an einem Fahrradkorso teil.

01.05.2021, Berlin, Deutschland, GER - Auftaktkundgebung zur revolutionären 1. Mai Demonstration

Die “revolutionäre 1. Mai Demonstration” startete am Abend in Berlin

Auch in Berlin waren Tausende auf den Straßen. Unter anderem protestierten rund 10.000 radfahrende Kapitalismus-Kritiker im Villenviertel Grunewald. Am anderen Ende der Stadt – in Lichtenberg – versammelten sich rund 200 Gegner der Pandemiemaßnahmen. Zudem demonstrierten rund 4000 Menschen für den Erhalt der Clubszene. Die Polizei musste mehrfach auf die Einhaltung von Hygienevorschriften hinweisen.

1. Mai – Demonstrationen - Berlin | Grunewald

Kapitalismusgegner im Berliner Villenviertel Grunewald

Am Abend startete die große “Demonstration zum revolutionären 1. Mai”. Bislang zählte die Polizei rund 5000 Teilnehmer, erwartet werden 10.000 Menschen. In der Menge rund um den Hermannplatz schwenkten Demonstranten Fahnen, Transparente waren zu sehen. Auch Feuerwerkskörper wurden gezündet. Straßen wurden abgesperrt, viele Mannschaftswagen der Polizei waren postiert. Viele der Demonstranten trugen Mund-Nasen-Schutz. Die Veranstalter riefen dazu auf, die Corona-Auflagen einzuhalten. Insgesamt waren in der Hauptstadt 5600 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

In Neukölln gab es am Abend heftige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wurden Polizisten mit Flaschen und Steinen angegriffen, als sie Störer aus der Menge ziehen wollten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Müllcontainer und Paletten wurden angezündet. Sanitäter waren im Einsatz. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

1. Mai - Demonstrationen - Hamburg | Roten Flora

In Hamburg ging die Polizei mit Wasserwerfern gegen Linksautonome vor

In Hamburg dagegen löste die Polizei eine Versammlung vor der Roten Flora mit Wasserwerfern auf. Hunderte Menschen hatten sich vor dem linksautonomen Zentrum versammelt, ohne den Mindestabstand zu beachten. Nach mehrmaliger Aufforderung, den Platz zu verlassen, trat die Polizei in Aktion. Schon am Mittag war eine Demonstration mit rund 80 Linksextremisten zwischen Schanzenpark und U-Bahnhof Schlump gestoppt worden.

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Es gab vereinzelt Handgreiflichkeiten, als Beamte die Demonstranten aus der anarchistischen Szene von der Straße drängten. Eine Gruppe von mehr als 40 größtenteils schwarz gekleideten Demonstranten wurde wenig später in der Nähe der Messehallen von der Polizei eingekesselt. Sie seien in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Polizeisprecher.

1. Mai 2021 – Demonstrationen - Nürnberg

In Nürnberg demonstrierten Biker gegen drohende Wochenend-Fahrverbote

In Leipzig berichtete die Polizei von Böllerwürfen auf ihre Einsatzkräfte. Demnach waren rund 200 Teilnehmer einer vorherigen Kundgebung in Richtung des Stadtteils Connewitz gezogen. Mobile Aufzüge seien derzeit allerdings nicht erlaubt, sagte ein Polizeisprecher. Daher habe die Polizei dort Kräfte zusammengezogen. Aus einer Gruppe von 20 bis 30 Menschen seien Pyrotechnik und Gegenstände auf die Polizisten geworfen worden. Daraufhin seien mehrere Verdächtige festgesetzt worden.

1. Mai - Demonstrationenen - Erfurt

Auf dem Domplatz In Erfurt hatte die rechtsextreme Gruppierung “Neue Stärke Erfurt” zur Demo aufgerufen

An einem Autokorso in Erfurt, zu dem die Thüringer AfD am Tag der Arbeit aufgerufen hatte, haben sich nach Polizeiangaben rund 240 Fahrzeuge beteiligt. An einem NPD-Aufzug in Greifswald nahmen laut Polizei etwa 170 Menschen teil, auch in Essen protestierte die Partei. Im sächsischen Plauen demonstrierte die rechtsextreme Kleinstpartei III. Weg, die Veranstalter mussten sich aber mit 25 Teilnehmern begnügen.

In Bayern fand die größte Demo des Tages auf Motorrädern statt. Rund 7500 Motorradfahrer demonstrierten in Nürnberg gegen mögliche Wochenend-Fahrverbote. Der Bundesrat hatte diese vor einem Jahr der Bundesregierung für besondere Konfliktfälle nahegelegt – also in Gemeinden, in denen die Bürger stark unter Motorradlärm leiden.

uh/ml (dpa, afp)




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