Die Außenminister der USA und Russlands im Dialog | Aktuell Welt | DW

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Zu Beginn des Gesprächs meint US-Außenminister Antony Blinken vor laufenden Kameras: “Es ist kein Geheimnis, dass wir unsere Differenzen haben.” Doch dann sichern sich er und Russlands Außenminister Sergej Lawrow gegenseitig die Bereitschaft zum Dialog zu. “Wir denken, das ist gut für unser Volk, gut für das russische Volk und in der Tat gut für die Welt”, sagt Blinken bei dem Treffen in Reykjavik. US-Präsident Joe Biden wolle “eine berechenbare, stabile Beziehung zu Russland” aufbauen. Beide Länder könnten bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, dem Kampf gegen die Klimakrise, dem Umgang mit den Atomprogrammen des Iran und Nordkoreas sowie dem Krieg in Afghanistan zusammenarbeiten.

Auch Lawrow weist darauf hin, Russland und die Vereinigten Staaten hätten ernsthafte Differenzen, müssten aber “in Bereichen, in denen unsere Interessen kollidieren” zusammenarbeiten. Russlands Haltung gegenüber den USA sei sehr einfach. “Wir sind bereit, ausnahmslos alle Themen zu diskutieren, aber unter der Voraussetzung, dass die Diskussion ehrlich geführt wird.”

Es war die erste Begegnung der beiden Minister seit Antritt der Biden-Regierung im Januar in Washington.

Island - Antony Blinken und Sergej Lawrow in Reykjavík

Ernste Themen – aber es ist auch Zeit für eine gelöste Stimmung zwischen den beiden Ministern

Das fast zwei Stunden lange Gespräch sei “konstruktiv” gewesen, berichteten russische Staatsmedien anschließend. Die beiden Minister würden Vorschläge für ein mögliches Treffen zwischen Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorbereiten.

Biden hält Putin für einen Mörder

Die Beziehungen zwischen Washington und Moskau haben sich seit Bidens Amtsantritt deutlich verschlechtert. Biden kündigte einen härteren Kurs gegenüber dem Kreml an, nachdem seinem Vorgänger Donald Trump eine zu große Nachgiebigkeit gegenüber dem russischen Staatschef vorgeworfen worden war. So bejahte Biden im März in einem Interview die Frage, ob er Putin für einen “Mörder” halte.

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Schwer belastet werden die Beziehungen zwischen Moskau und Washington auch durch die jüngste Verschärfung des Ukraine-Konflikts, den Umgang Russlands mit dem inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sowie die Vorwürfe russischer Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf.

Die Außenminister kamen am Rande einer Sitzung des Arktischen Rates in Reykjavik zusammen. Russland übernimmt an diesem Donnerstag von Island für die kommenden zwei Jahre den Vorsitz in dem Rat.

se/mak (rtr, dpa, afp, ap)




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