Die US-Wahl im Liveticker: Trump will wegen ″Betrugs″ vor Supreme Court ziehen | Amerika – Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW

Die US-Wahl im Liveticker: Trump will wegen ″Betrugs″ vor Supreme Court ziehen | Amerika – Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW

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9.00 Uhr. Der demokratische Herausforderer Joe Biden hat den besonders stark umkämpften Bundesstaat Arizona gewonnen. Damit hat Biden nun 238 und Amtsinhaber Trump 213 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

8.37 Uhr. US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Verzögerung bei einem Wahlergebnis bei der US-Wahl von “Betrug” gesprochen. Trump kündigte bei seiner Rede im Weißen Haus an, vor das Oberste US-Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen stoppen zu lassen. Vermutlich bezog sich er damit auf die nach wie vor laufende Auszählung zahlreicher Briefwahlstimmen. Außerdem reklamierte er den Wahlsieg entgegen der bisherigen Auszählung für sich.  

08.25 Uhr. US-Präsident Donald Trump hat im Bundesstaat Nebraska vier von fünf Stimmen für die Wahlversammlung geholt, eine Stimme konnte Herausforderer Joe Biden erringen. Nebraska gehört mit Maine zu den US-Staaten, in denen nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner gehen. 

08.20 Uhr: Bei Wahlen geht es immer auch um die Deutungshoheit. Wie der DW Faktencheck zeigt gehen die Republikaner dieses Thema recht offensiv an: Lange bevor es die meisten Medien tun, vermeldet der offizielle Twitter-Account des Trump-Wahlkampfteams die “Ergebnisse” aus den Bundesstaaten. So twitterte das Trump-Team bereits um 5:05 Uhr MEZ Idaho gewonnen zu haben, um 5:47 Uhr Ohio, um 5:56 Uhr Texas, um 6:16 Uhr Iowa.

Dies geschah jeweils zu einem Zeitpunkt, an dem viele Medien den jeweiligen Bundesstaat noch nicht als “called”, also entschieden angaben. So sah die Nachrichtenagentur AP, die der DW die Ergebnisse zuliefert, die genannten Bundesstaaten wesentlich länger als offenes Rennen. Insbesondere Texas war mit seinen gut 29 Millionen Einwohnern gegen 6 Uhr MEZ bei weitem noch nicht ausgezählt aus Sicht vieler Medien.

Einen sehr deutlichen Unterschied gab es bei Florida: Während CNN den hart umkämpften Bundesstaat Amtsinhaber Trump erst um 6:40 Uhr zusprach, verkündete sein Wahlkampfteam den Sieg dort schon um 2:20 Uhr.

Doch auch die Medien unterscheiden sich zum Teil massiv bei der Vorgehensweise: Einige setzen auf Exit polls, also Nachwahlumfragen, andere auf Zwischenergebnisse. Die unterschiedlichen Zwischenstände sind auch der Tatsache geschuldet, dass einige Medien den National Election Pool, ein Zusammenschluss amerikanischer Nachrichtenmedien, verlassen haben und ihren eigenen Ansatz verfolgen.

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Das Wahlkampfteam der Demokraten veröffentlichte im Gegensatz zum Team Trump keine Ergebnis-Tweets der einzelnen Bundesstaaten. Dafür sagte Biden bei einer kurzen Ansprache: “Wir glauben, wir sind auf einem guten Weg, um die Wahl zu gewinnen.” 

Erst die Endergebnisse, die sich durch die Auszählung von Briefwahlunterlagen verzögern können, werden zeigen, welche Siegesbotschaften etwas verfrüht waren.

07.35 Uhr: In den USA ist erstmals eine offen lebende Transgender-Politikerin in den Senat eines Bundesstaates gewählt worden. Die Demokratin Sarah McBride gewann in Delaware gegen den Republikaner Steve Washington, wie die Nachrichtenagentur AP meldete.

07.09 UhrDonald Trump hat laut AP den Staat Texas gewonnen – ein weiterer wichtiger Sieg für den Präsidenten. Damit hat Trump nun 212 und Herausforderer Biden 223 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

06.50 Uhr: Joe Biden und Donald Trump haben sich fast zeitgleich an ihre Anhänger gerichtet. Biden sprach zu Unterstützern in Delaware: “Wir müssen nur Geduld haben” – und auf die finalen Ergebnisse warten. “Wir glauben, dass wir auf dem Weg sind, diese Wahl zu gewinnen.”

Präsident Trump meldete sich siegessicher auf Twitter und kündigte eine Erklärung zur Wahl an. Ohne seinen demokratischen Herausforderer zu erwähnen, schrieb Trump: “Sie versuchen, die Wahl zu stehlen.” Dies werde er nicht zulassen. Nach Schließung der Wahllokale könnten keine Stimmen mehr abgegeben werden.

Twitter markierte den Tweet des Präsidenten anschließend mit einem Warnhinweis: “Einige oder alle der Inhalte, die in diesem Tweet geteilt werden, sind umstritten und möglicherweise irreführend in Bezug auf die Beteiligung an einer Wahl oder einem anderen staatsbürgerlichen Prozess”, schreibt Twitter dazu.

Auch der DW-Faktencheck zeigt, dass die Aussage des Präsidenten falsch ist. Das Wahlrecht schreibt vor: Wer bis zur Schließung der Wahllokale in der Schlange steht, darf seine Stimme noch abgeben, wie mehrere Organisationen klarstellen, die sich für Bürger- und Wählerrechte einsetzen. Zuvor hatten beide Lager die Menschen aufgerufen, in der Schlange stehen zu bleiben – auch das Wahlkampfteam von Trump: 

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In Nevada hatte ein Richter entschieden, dass ungefähr zwei Dutzend Wahllokale länger geöffnet haben dürfen. Einige Wahllokale konnten wegen technischer Probleme erst verspätet öffnen. 

In demselben Tweet behauptet Trump auch: “Sie versuchen die Wahl zu stehlen.” Dafür liefert er keine Beweise.

06.37 UhrDonald Trump hat laut AP auch den “Swing State” Florida gewonnen – ein entscheidender Sieg für den amtierenden Präsidenten. Damit hat Trump nun 174 und Herausforderer Biden 223 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

06:25 UhrDonald Trump hat den umkämpften Staat Ohio und die Staaten Iowa und Montana gewonnen. Das meldete AP. Damit hat Trump nun 145 und Herausforderer Biden 223 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

06.17 UhrJoe Biden gewinnt Minnesota mit zehn Wahlleuten. Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Damit hat Biden nun 223 und Trump 118 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

06.15 Uhr: DW-Korrespondentin Ines Pohl berichtet von Demonstranten in Washington D.C., die sich in Richtung des Weißen Hauses bewegen. Die Stimmung sei angespannt und explosiv, erklärt Pohl.

06.09 Uhr: Joe Biden gewinnt Hawaii mit vier Wahlleuten. Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Damit hat Biden nun 213 und Trump 118 Stimmen des “Electoral College”. 270 Stimmen werden zum Sieg benötigt.

05.50 Uhr: Um 06.00 Uhr MEZ schließen in den westlichsten Staaten der USA, Hawaii und Alaska, die letzten Wahllokale.

05.45 Uhr: Berichten zufolge sollen automatische Anrufe, so genannte “Robocalls”, in Michigan für Verwirrung gesorgt haben: Die Anrufe gingen bei Bürgern in Flint ein, einer Stadt mit rund 100.000 Einwohnern im US-Bundesstaat Michigan. Die Menschen seien aufgefordert worden, zu Hause zu bleiben und nicht wählen zu gehen. Die Gerüchte, die zunächst in den sozialen Medien auftauchten, bestätigten sich, das FBI kommentierte die Vorfälle

Jocelyn Benson, Innenministerin von Michigan und damit zuständig für die Organisation der Wahl im Bundesstaat, sagte: “Wir haben Berichte erhalten, dass eine unbekannte Partei absichtlich Desinformation durch automatische Anrufe verbreitet, um Wähler zu verwirren. Die Wähler Michigans können versichert sein, dass Verantwortliche und die lokale Regierung diese Angriffe auf das Wahlrecht aufmerksam verfolgen und alle Versuche, Wähler einzuschüchtern, verfolgen.” Michigans Justizministerin Dana Nessel warnte ebenfalls vor den “Robocalls”.

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Nach Reuters-Informationen haben das FBI sowie der Bundesstaat New York  ebenfalls Ermittlungen zu den automatischen Anrufen aufgenommen.  Nach derzeitigem Stand ist unklar, wer hinter den Anrufen steckt.  

05.20 Uhr: Das knappe Rennen bei der US-Präsidentschaftswahl hat die Anleger an den Börsen in Asien in Atem gehalten. In Tokio legte der Nikkei in einem nervösen Handelsverlauf zwar rund zwei Prozent zu. Der japanische Leitindex profitierte dabei aber vor allem von positiven Vorgaben aus den USA und Europa, wo Anleger auf einen Machtwechsel im Weißen Haus gesetzt und sich mit Aktien eingedeckt hatten. Dennoch gebe es insgesamt eine abwartende Haltung, sagte ein Börsianer. Es sehe so aus, dass die Chancen auf einen demokratischen Durchmarsch “fast minütlich” sinken.

05.10 UhrDonald Trump gewinnt Utah mit sechs Wahlleuten. Damit holt Trump etwas auf und liegt nun bei 118 Wahlleuten.

05.00 UhrJoe Biden gewinnt laut AP auch die Staaten New Hampshire, Kalifornien, Washington und Oregon. Kalifornien stellt mit 55 Wahlleuten den größten Staat des Abends dar. Donald Trump gewinnt Idaho dazu. Biden hat damit aktuell 209 Wahlleute gesammelt. Trump steht bei 112 Wahlleuten.




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