Dutzende Migranten in der Ägäis gerettet | Aktuell Europa | DW

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Der Notruf erreichte die griechische Küstenwache am späten Dienstagabend. Gemeldet wurde ein gekentertes Boot mit einer unbekannten Zahl von Migranten an Bord – rund 21 Seemeilen westlich der Kleininsel Chalki. Mit einer groß angelegten Rettungsaktion gelang es den Helfern offenbar, alle Schiffbrüchigen zu bergen. Der Bürgermeister von Chalki erklärte im Staatsfernsehen, es habe keine Toten gegeben.

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis gratulierte: “Es war die größte Rettungsaktion der letzten Monate”, sagte er im Parlament. Nach Angaben der Küstenwache sind die meisten Migranten auf die Inseln Rhodos und Karpathos gebracht worden. Aus welchen Staaten sie stammen, ist noch nicht geklärt. 

Schleuser versuchen immer wieder, Migranten von der türkischen Ägäisküste mit unsicheren Booten nach Griechenland oder Italien zu bringen. Allein in Griechenland seien in den vergangenen Monaten 25 solcher Fälle registriert worden.

Deutschland nimmt Kinder und deren Familien auf

Am Flughafen Hannover sind unterdessen 28 weitere kranke Kinder in Begleitung ihrer Kernfamilien angekommen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich um insgesamt 121 Personen, die zuvor mehrere Monate in griechischen Flüchtlingslagern gelebt hatten. Die Ankömmlinge sollen nun auf mehrere Bundesländer verteilt werden.

Die Aufnahme folgt einem Beschluss der Regierungskoalition vom März und ist Teil einer europäischen Hilfsaktion. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung entschieden, 243 kranke Kinder einschließlich ihrer Kernfamilien aus Griechenland auszufliegen.

djo/uh (afp, ap, dpa)




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