Ebola-Ausbruch in Guinea für beendet erklärt | Aktuell Afrika | DW

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Es sei ihm „eine Ehre“, das Ende der Erkrankungen verkünden zu können, sagte der WHO-Vertreter Alfred Ki-Zerbo bei einer Zeremonie im Südosten Guineas. Dort war die Krankheit Ende Januar ausgebrochen. Bei der Veranstaltung in dem Ort N’Zérékoré erklärte auch Gesundheitsminister Remy Lamah die Epidemie für gestoppt.

Beim jüngsten Ebola-Ausbruch kamen nach Angaben der WHO seit dem 14. Februar nachweislich zwölf Menschen durch das gefährliche Virus ums Leben. 16 Infektionen wurden bestätigt. Auf die ersten Fälle reagierten die Behörden rasch. Unter anderem wurde mit Hilfe der WHO eine Impfkampagne gestartet. Erschwert wurde das Eindämmen des Ausbruchs diesmal durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus.

Ebola-Kranke leiden an hohem Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Das größte Risiko besteht für Menschen, die sich um Ebola-Kranke kümmern.

Virus auch im Kongo besiegt

Erst Anfang Mai hatte die Demokratische Republik Kongo mitgeteilt, sie sei nun offiziell frei von der lebensgefährlichen Krankheit. Das Gesundheitsministerium erklärte den zwölften Ausbruch in der jüngeren Geschichte des Landes für beendet. Insgesamt hatten sich seit Februar in der östlichen Nord-Kivu-Provinz nachweislich zwölf Menschen mit dem Ebola-Virus infiziert. Sechs von ihnen starben, wie Gesundheitsminister Jean Jacques Mbungani mitteilte. Die Behörden müssten allerdings weiterhin wachsam bleiben. Das Risiko eines erneuten Ausbruchs sei groß, so der Minister damals.

Die beiden Ausbrüche in Guinea und im Kongo sind unabhängig voneinander. Die betroffenen Regionen liegen rund 4000 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Bei einem Ausbruch in Westafrika infizierten sich zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Menschen. Mehr als 11.000 Erkrankte starben. Im Osten des Kongos war ein Ausbruch mit etwa 2300 Toten im Juni 2020 nach fast zwei Jahren gestoppt worden.

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kle/jj (afp, dpa, rtre)




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