Ebola-Impfungen nach neuem Ausbruch im Kongo | Aktuell Afrika | DW

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Nach den neuen Ausbrüchen der gefährlichen Ebola-Krankheit in zwei afrikanischen Ländern laufen die Schutzmaßnahmen an. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine Impfkampagne gestartet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden Mitarbeiter eines Krankenhauses in der Provinz Nord-Kivu als erste geimpft. Dort war die erste Patientin behandelt worden, nachdem vor gut einer Woche der neue Ausbruch festgestellt wurde. Seitdem wurden Ansteckungen bei vier Frauen festgestellt. Zwei Infizierte starben. Die Impfkampagne umfasst laut dem WHO-Länderbüro im Kongo rund 340 Personen, die jeweils in Kontakt mit den Erkrankten standen.

Die letzte Ebola-Epidemie hatte die Regierung der Demokratischen Republik Kongo im November 2020 für überwunden erklärt. Nach Angaben der WHO waren bei diesem Ausbruch des Virus zwischen Juni und November des vergangenen Jahres 55 Menschen gestorben. Insgesamt wurden rund 120 Infektionsfälle registriert.

Kontaktsuche nach Ausbruch in Guinea

Auch im westafrikanischen Guinea ist das Ebola-Virus wieder aufgetreten. Nach sieben bestätigten Fällen, darunter vier tödliche, hat die Regierung eine “epidemische Lage” ausgerufen. Nun versuchen die Behörden unter Hochdruck, den neuen Ausbruch einzudämmen. Man nutze die Erfahrungen des Ausbruchs von 2014 sowie der Corona-Pandemie, um die neue Epidemie schnell zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte Gesundheitsminister Remy Lama. Gesundheitsmitarbeiter seien entsandt, um die Kontakte der bestätigten Fälle im Südosten des Landes nachzuverfolgen. 

Beim letzten Ausbruch in Westafrika wurden zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Fälle und 11.310 Tote verzeichnet.  Das Ebola-Virus war erstmals 1976 im Norden der Demokratischen Republik Kongo festgestellt worden und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Die Betroffenen leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

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Je nach Ausbruch endete die Krankheit in rund 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Nach dem bislang folgenreichsten Ausbruch in Westafrika war die Entwicklung von Impfstoffen intensiviert worden, sodass bei den jüngeren Ausbrüchen im Kongo erstmals Schutzimpfungen eingesetzt werden konnten.

cwo/ehl (dpa, afp)




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